nmi-newsIn dieser Rubrik werden ausgewählte Pressemeldungen und Neuigkeiten über Intoleranzen und Ernährung veröffentlicht. Die Inhalte stammen nicht vom nmi-Portal, sondern von den jeweils angegebenen Quellen. Zur Artikel-Übersicht...

(Wien/OTS) - Seit einigen Jahren tauchen in den Lebensmittelregalen immer mehr Produkte mit der Bezeichnung „laktosefrei" auf. Die meisten laktosefreien Produkte gibt es bei Milch, Obers, Butter, Joghurt und Käse. Aber auch Wurst, Schinken und andere verarbeitete Lebensmittel werden gelegentlich mit dieser Auslobung angeboten. Der österreichische Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat untersucht, wie viel Laktose (Milchzucker) die als „laktosefrei" deklarierten Lebensmittel tatsächlich enthalten und hat zum Vergleich auch den Milchzuckergehalt in herkömmlichen Lebensmitteln unter die Lupe genommen. Insgesamt 36 Produkte wurden im Labor kontrolliert, davon 19 Lebensmittel, die als „laktosefrei" gekennzeichnet waren. Zudem wurde die Kennzeichnung der Produkte überprüft und eine Laienverkostung durchgeführt. Den vollständigen Bericht gibt es ab 21. Dezember in der Jännerausgabe der Testzeitschrift KONSUMENT und auf www.konsument.at.

Laktoseintoleranz

Laktoseintoleranz bezeichnet keine Krankheit, sondern eine Verdauungsstörung. Wer davon betroffen ist, hat Schwierigkeiten Milchzucker zu verdauen, weil sein Körper das dafür notwendige Enzym Laktase nicht in ausreichender Menge produziert. Die Folgen für die Betroffenen sind Beschwerden wie Bauchschmerzen, Blähungen oder Durchfall, sofern die aufgenommene Menge Milchzucker ein bestimmtes Maß überschreitet. Laktose kommt natürlicherweise in Milch und Milchprodukten vor, ist aber – beispielsweise durch den Einsatz von Milchpulver in der Lebensmittelherstellung – auch in vielen anderen Lebensmitteln enthalten.

Wieviel Laktose ist in laktosefreien Produkten?

laktosefrei symbolbildDer VKI hat Stichproben aus 14 Lebensmittelgruppen auf ihren Milchzuckergehalt untersucht: Butter, Cottage Cheese, Emmentaler, Extrawurst, Frischkäse, Gouda, Joghurt, Kakaomilch, Mozzarella, Sauerrahm, Schinken, Sprühsahne, Topfen und Vollmilch. Dabei wurden aus jeder Produktgruppe nicht nur Lebensmittel überprüft, die als "laktosefrei" deklariert waren, sondern auch Produkte ohne diese Auslobung.

In Bezug auf den Laktosegehalt gab keines der als "laktosefrei" bezeichneten Lebensmittel Anlass zur Beanstandung. Bei allen laktosefreien Produkten lag der Milchzuckergehalt unterhalb der Nachweisgrenze. Auch im Geschmack waren die meisten milchzuckerfreien Erzeugnisse unauffällig. Lediglich bei Vollmilch und Mozzarella war die Mehrzahl der Laienverkoster in der Lage, die laktosefreien Produkte zu identifizieren.

„Erfreulich ist, dass die Konsumentinnen und Konsumenten sich auf die Bezeichnung ‚laktosefrei' tatsächlich verlassen können", resümiert Projektleiterin Katrin Mittl. 

Quelle: APA OTS, VKI, gekürzt
Bild: Symbolbild, nmi-Portal

 

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