| Geschrieben von: nmi Administrator | |||||||
Seite 1 von 5 Was ist Stevia?Der wissenschaftliche Name dieser Pflanze lautet „Stevia rebaudiana“, auf deutsch Honigblatt. Dieser Name ist bezeichnend, denn die grünen Blätter schmecken sehr süß. Ursprünglich kommt dieses Gewächs in Südamerika (Paraguay und Brasilien) vor, wo es seit Jahrhunderten von den Einheimischen zum Süßen von Tees und Speisen verwendet wird. Bereits die spanischen Eroberer im 16. Jahrhundert haben das Wissen um die Stevia-Blätter mit nach Europa gebracht. Doch das Kraut brauchte noch lange, um seinen Siegeszug anzutreten. Erst um 1900 wurde es wissenschaftlich beschrieben und seit den 1970er Jahren wird der aus den Blättern gewonnenen Süßstoff (Steviosid) wirtschaftlich verwendet. Damals hauptsächlich in Japan. Die Japaner waren auch die ersten, die es geschafft haben, die Steviapflanze in Kulturen zu züchten. Bereits in den 1980er Jahren stieg die Jahresproduktion der Japaner auf über 2000 Tonnen pro Jahr. Stevia kann in ähnlichen klimatischen Regionen wachsen wie Tabak. Hier würde eine Zukunft für die Tabakbauern der EU liegen. Die EU will keinen Tabak mehr produzieren und so sterben diese Bauern aus. Ein Umstieg auf Steviaproduktion könnte ein Ausweg aus dieser Krise sein. Heute produzieren neben Japan und China, auch die Ursprungsländer Paraguay und Brasilien Stevia für den Weltmarkt.Stevia - verbotene Süße
In der EU unterliegen Stevia-Produkte der sogenannten "Novel-Foods"-Verordnung. Das heisst, sie sind frei erhältlich, dürfen jedoch nicht als Süßstoffe, Lebensmittel oder Lebensmittelzutaten angeboten werden. Daher werden die meisten Steviaprodukte in Naturkostläden als „Shampoo“ oder „Badezusatz“ verkauft. Frankreich hat als erstes EU-Land im September 2009 die Verwendung eines auf Stevia basierenden Süßungsmittels erlaubt. Dies ist möglich, da die EU jedem Mitgliedsland eine Zulassung dieser Art für maximal 2 Jahre gewährt. Es wird sich zeigen, ob andere Länder nachziehen. Stevia – was genau süßt da eigentlich?Hauptinhaltsstoff der Blätter ist das Steviosid. Dies ist ein Stoff (bzw. eine Stoffgruppe) der 300 mal süßer ist als Zucker. Der Vorteil liegt darin, dass das Steviosid kalorienfrei und Karies- und Zahnbelaghemmend ist. Es ist für Diabetiker geeignet, aber vor allem auch für Menschen mit Fruktosemalabsorption oder Laktoseintoleranz. Achtung: Manche Stevia-Produkte beinhalten Laktose! Also auch beim Kauf von Stevia: Zutatenliste lesen! |
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| Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 12. September 2009 um 18:57 Uhr |