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Laktase Präparate

Laktase ist das Enzym, welches den Milchzucker, der ja ein Zweifachzucker ist, in seine Einzelzucker (Glukose und Galaktose) aufspaltet. Diese beiden Einzelzucker werden dann über den Darm ins Blut aufgenommen (Für eine genaue Beschreibung des Vorgangs siehe Artikel über "Was ist Laktoseintoleranz?"). Das Enzym Laktase wird im Dünndarm produziert, kann aber auch - und das ist der große Vorteil - in Form von z.B. Tabletten zugeführt werden. Diese Präparate sind in Apotheken, in Internet Shops oder in Drogeriemärkten erhältlich.

Was bedeutet "FCC pro Lactase Kapsel"?

Die Angabe der Laktasemenge erfolgt in einer dem normalen Verbraucher unbekannten Einheit: FCC. Diese Abkürzung steht für „Food Chemical Codex“. Das ist ein Maß für die Reinheit von lebensmittelchemischen Substanzen. Der FCC wurde Ende der 1950er-Jahre in den USA entwickelt und 1966 erstmals publiziert.

Im Labor: 1g Laktose wird (unter Laborbedingungen!) von ca. 200 FCC Laktase abgebaut, das sind weniger als 20mg Enzym.
Im Körper: Unser Körper ist aber kein Labor, daher stimmt diese Rechnung nicht für den täglichen Gebrauch der Präparate. Das hat unterschiedliche Gründe. Zum einen deaktiviert das saure Milieu im Magen die Laktase langsam aber sicher, zum anderen hängt die Enzymaktivität auch von Lagerung (Zeit, Temperatur, ...) ab. Und die Effektivität des Präparates hängt von der Zusammensetzung des Nahrungsbreis, vom Zeitpunkt der Einnahme, usw. ab. D.h. eine genaue Angabe wieviel FCC man benötigt, kann man nicht machen. Aber: Man kann diese Präparate nicht überdosieren! D.h. besser man nimmt zu viel, als zu wenig. Daher haben sich in den letzten Jahren sehr hohe Dosierungen der Präparate durchgesetzt.

Wieviel FCC muss ich nun zu mir nehmen?

Es wird angenommen, dass man im Vergleich zum Labor etwa die fünf bis siebenfache Menge an Laktase zuführen sollte, also etwa 1.000-1.500 FCC für 1g Milchzucker. Zu einer durchschnittlichen Mahlzeit nimmt man also etwa 6.000 - 14.000 FCC zu sich. Überdosierungen sind nicht schädlich, aber man sollte es auch nicht übertreiben, da die Präparate nicht gerade günstig sind. Wer also 100.000 FCC pro Mahlzeit zu sich nimmt schadet zwar der Geldbörse, aber nicht dem Körper.  Ein exaktes Ausrechnen von FCC-Einheiten ist nicht sinnvoll. Du wirst nach einiger Zeit gut abschätzen können, wieviel FCC du für bestimmte Mahlzeiten benötigst.

In einer Umfrage am nmi-Portal im September 2014 gaben von über 500 Befragten die meisten an mit 5.000-15.000 FCC pro Mahlzeit zu dosieren.

Welche Präparate wirken?

Hier gilt fest zu halten, dass alle Laktasepräparate gut funktionieren. Unterschiede zeigen sich nur in der Darreichungsform, der Dosierung, dem Preis und den Zusatzstoffen. Günstigere Präparate haben oft eine schlechtere Laktasequalität, dadurch müssen sie höher dosiert werden und verlieren so den Preisvorteil. Laktasepräparate halten ca. 2 Jahre, d.h. alte Packungen sollte man entsorgen, da die Enzymaktivität nicht mehr gegeben ist. Wenn das Präparat über 60°C erhitzt wurde, ist die Enzymaktivität ebenfalls nicht mehr gegeben und das Präparat wirkt nicht mehr. Das ist vor allem zu beachten, wenn man die Laktase im Auto zurück lässt und die Sonne den Innenraum aufheizt!

Wann nehme ich die Präparate ein?

Die meisten Laktase-Präparate kann man übrigens auch direkt über das Essen streuen, sofern die Speise unter 60°C hat. Denn bei über 60°C wird das Enzym deaktiviert. Empfohlen wird diese Methode aber nicht. Die Tabletten sollten entsprechend der Anweisungen auf der Verpackung eingenommen werden. Meist wird empfohlen die Tabletten mit den ersten Bissen einzunehmen und ausreichend Wasser zu trinken, damit sich die Tabletten auch auflösen können. Kautabletten können direkt mit den ersten Bissen verzehrt werden. Manchmal hört man, dass man die Präparate 20 Minuten vor dem Essen zu sich nehmen soll. Das ist ernährungsphysiologisch unsinnig und wird nicht empfohlen.

Wenn man vergessen hat Laktase zu sich nehmen, kann man auch noch einige Minuten nach dem Essen das Präparat einnehmen. Hier bieten sich dann Kautabletten oder Pulver an und eine kleine Überdosierung schadet meistens nicht.

Achtung: Eisenpräparate sollten mindestens drei Stunden zeitversetzt zur Einnahme von Laktase erfolgen. Andere Wechselwirkungen sind bisher nicht bekannt.

Kann man Laktase überdosieren?

Nein! Und das ist das Gute daran: Nimm lieber zu viel, als zu wenig!

Laktase Produkte im Test

In unserer Rubrik "Produkttests" haben wir einige Laktasepräparate getestet und aufgelistet. Hier geht es zu dem Laktase-Test...

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