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Medizinische Wirkstoffe bzw. Medikamente und Histaminintoleranz (HIT)

Einige Medikamente können die Aktivität der DAO (Diaminoxidase) hemmen oder Histamin freisetzen. Diese Medikamente sind bei Histaminintoleranz oder Allergien (zum Beispiel aktiver Pollenallergie) problematisch. In bestimmten Situationen kann man die Medikamente "verträglich" machen, indem man eine noch striktere histaminfreie Diät einhält. Andererseits kann man mit speziellen Medikamenten vorbeugend gegenwirken (H1-Rezeptorenblocker(1)). Du solltest dies immer (bei jedem Arztbesuch) mit deinem Arzt sehr genau besprechen!

Nicht alle Ärzte wissen darüber Bescheid. Du kannst diese Tabelle gerne ausdrucken und zu deinem Arztgespräch mitnehmen! Dies soll nicht den Arzt schlecht machen, sondern klarstellen, dass moderne Arzt-Patientenbeziehungen auf einem Dialog beruhen sollten.

Einige entzündungshemmende Medikamente bzw. Substanzen hemmen die allergen-spezifische Histaminfreisetzung und sind somit besser für Histaminintolerante geeignet. Dazu zählen Ibuprofen, Fenbufen und Levamisol(1).

 

Substanzklasse WirkstoffeBeispiele**
Analgetika Morphin, Pethidin, NSAR, ASS, Metamizol Aspirin, Novalgin, Buscopan comp.
Antibiotika Cefuroxim, Cefotiam, Isoniazid,
Pentamidin, Clavulansäure, Chloroquin
Resochin, Amoclav, Amoxiclav, Augmentan, Aziclav,  InfectoSupramox, Xiclav, Augmentin, Isozid, Curocef, Elobact, Zinacef, Zinnat, u.v.m!
Anrtidepressiva Amitriptylin Limbritol, Tryptizol, Saroten
Antihypertensiva Verapamil, Alprenolol, Dihydralazin Isoptin
Antihypotonika Dobutamin Inotop
Antiarrhythmika Propafenon Rythmol (USA)
Broncholytika Aminophyllin Myocardon, Euphyllin, Mundiphyllin
Diuretika Amilorid Amiloretik, Comilorid, Diaphal, Diursan
H2-Rezeptorantagonisten Cimetidin Cimetag, CimLich, Neutromed, Ulcostad
Lokalanästhetika Prilocain Xylonest, Emla
Motilitätsbeeinflussende Mittel Metoclopramid Paspertin, Cerucal, Gastronerton, Gastrosil, Metogastron, Primperan, Geffer
Muskelrelaxantien Pancuronium, Alcuronium Pavulon, Alloferin
Mukolytika Acetylcystein, Ambroxol Aeromuc, Mucosolvan, Ambrobene, ACC, Helvetussin
Narkotika Thiopental Pentothal (CH), Trapanal (D)
Röntgenkontrastmittel*    
Zytostatika Cyclophosphamid Endoxan

* "Jodallergie" oder "Kontrastmittel-Allergie" sind oft verwendete - aber falsche - Bezeichnungen. Es handelt sich hierbei um eine Unverträglichkeit von bestimmten Kontrastmitteln (hauptsächliche ionische), da diese wohl Histamin freisetzen. Dies ist für empfindliche Personen (Histaminintolerante, Allergiker die grade ihrem Allergen ausgesetzt sind) problematisch. Vor einer Kontrastmitteluntersuchung solltest Du deinem Arzt deine Histaminintoleranz oder Allergie mitteilen! Eine Prämedikation mit H1- und H2-Rezeptorenblockern kann sinnvoll sein(1).
** Die genannten Markennamen gelten als Beispiele. Kein Anspruch auf Vollständigkeit, im Gegenteil: Es gibt meist eine Unzahl an Präparaten und Generkika!

Quellen:
(1) Jarisch, R. "Histaminunverträglichkeit", Thieme Verlag TB 2. Auflage, 2004, pp. 123ff
(2) Maintz, L; Bieber, T; Novak, N; "Histamine Intolerance in Clinical Practice", Dtsch Arztebl 2006; 103(51-52): A-3477, verändert nach Tabelle 2
(3) Mag. Michael Zechmann, nmi-Portal

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