Topic-icon Frage Teil 2/5: Glutentest und IgG-Bluttest

3 Jahre 1 Monat her #9061

Ich habe leider eine ganz andere Erfahrung gemacht und finde es unverantwortlich, die IgG Tests derart schlecht zu reden. Mein Sohn hatte längere Zeit extreme Bauchschmerzen, so dass er nicht zur Schule konnte. Wir waren beim Gastroenterologen, beim Allergologen und bei weiss ich noch wem allem, von Spezialist zu Spezialist, von Spezialklink zu Spezialpraxis. Allergologen und Gastroenterologen meinten, er könne alles essen. Resultat? Tagelang vor Schmerzen gekrümmt auf dem Boden gelegen. Was sagte der IgG Test? Kein Gluten, keine Lactose, keine Fructose und sonst noch einiges. Mit Einhaltung dieser Diät ging es ihm wieder gut und er konnte nach einem halben Jahr endlich wieder regelmässig zur Schule. Wir sind dann nochmal zum Allergologen gegangen, weil wir wegen des IgG Tests skeptisch waren. Gleicher Bullshit: Er hat nichts und kann alles Essen, wieder tagelang brutale Bauchschmerzen. Gastroenterologe wusste auch nicht weiter. Ganz ehrlich, wer unkritisch auf die Schulmediziner schwört, der ist ideologisch verblendet. Der Allergologe meinte, nein mein Sohn hat nichts. SELBSTVERSTÄNDLICH hat er was! Total unverantwortlich da zu sagen: Meine Tests finden nichts, also hat er nichts. Das sind schulmedizinische Taliban, Ideologen und Fanaten, die man nicht auf Menschen loslassen sollte. Das hat NICHTS mehr mit Wissenschaft zu tun, wenn man einfach alle Empirie, die dem eigenen Glauben widerspricht, verneint. Das ist übelster Scharlatanismus. Denn an deren erster Stelle steht nicht irgendein Glaubenssystem, sondern die Beobachtung. Dieses Erlebnis hatten wir sowohl mit Gastroenterologen als auch mit Allergologen.

Letzte Änderung: 3 Jahre 1 Monat her von wklingler. Begründung: Vervollständigung.

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3 Jahre 1 Monat her #9059

Danke, Michael Zechmann, für diesen Selbsttest. Er bestätigt, was auch ich auf meiner Website sage, nämlich, dass ich im Allgemeinen - und vor allem beim Thema Gluten - dringend von solchen "Tests" abrate (siehe www.dorispaas.de/selbsttests ).
Besonders verhängnisvoll finde ich die Empfehlung bei einem "positiven" Glutentest, der explizit das Vorliegen einer Zöliakie abklären soll, nun für 3 Monate kein Gluten zu essen. Während und nach einer solchen Karenz sind keine aussagekräftigen "richtigen", sprich qualifizierten, Zöliakietests (Antikörper im Blut und Biopsie der Schleimhaut des Zwölffingerdarms) mehr möglich. Für jemanden, der wirklich eine Zöliakie hat, sind dies dann verlorene Monate.
Ein weiterer wichtiger Gesichtspunkt ist der der psychischen Belastung: Wie fühlt sich ein Patient, der lapidar via Brief mit Textbausteinen darüber informiert wird, dass er mit der Zöliakie eine schwere Erkrankung hat? Ich will nicht behaupten, dass alle Gastroenterologen gute Psychologen sind und sich die Zeit nehmen, empathisch und ausführlich mit dem Patienten über seine Diagnose zu sprechen, aber immerhin ist er ein Mensch, der ggf. eingreifen oder den verzweifelten Patienten zumindest an weitere Berater weiterreichen kann.
Für andere Indikationen mag ein "positives" Ergebnis nicht ganz so gravierend sein - wenn man mal von den in diesem Selbstversuch ganz richtig angegebenen horrenden Kosten und auch der Verunsicherung, nun zig Lebensmittel angeblich nicht mehr zu vertragen, absieht. Trotzdem sind auch diese Tests in der Regel nicht zu empfehlen. Es gibt rühmliche Ausnahmen (mir ist z.B. ein Atem-Selbsttest bekannt, der Wasserstoff und Methan in einem Rutsch abprüft, um Unverträglichkeiten oder eine Dünndarmfehlbesiedelung zu diagnostizieren), die aber immer in enger Rücksprache mit einem qualifizierten Berater angewendet werden sollten. Dieser hilft auch zu verhindern, dass Anwendungsfehler gemacht werden, und so eventuell doch ein Nutzen erzielt werden kann.
Mein Fazit: Ich stimme den Ergebnissen dieses Selbstversuches zu und bedanke mich bei Michael Zechmann dafür.

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3 Jahre 1 Monat her #9057

Ich bin euch sehr dankbar dafür, das ihr den Aufwand für den Selbsttest betreibt. Auch die ausführlichen Stellungnahmen zu den vorliegenden Studien und Pseudostudien ist sehr hilfreich.

DANKE

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3 Jahre 1 Monat her #9056

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Was sind IgG-Tests und wie diagnostiziert man Nahrungsmittel-Allergien?
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Blog IgG Tests Teil 2Diesmal berichte ich euch von 3 Selbsttests und ihrer Aussage zu Glutenintoleranz. Kann man zu Hause mit so einem Test eine Zöliakie oder Weizenallergie feststellen? Und wie funktionieren IgG-Bluttests?

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