Topic-icon Frage Aufgeblähter Bauch

3 Jahre 4 Monate her #9027

Hallo liebe Leidensgenossen,

da ich mit meinem Latein am Ende bin und die bisherigen Arztbesuche mir auch nicht weitergeholfen haben, wende ich mich an euch. Vielleicht hat ja jemand eine Idee, was genau ich haben könnte.
Ich weiß nicht genau wo ich anfangen soll aber ich versuche mal ein wenig Einblick zu verschaffen. Wie der Titel schon verrät, plage ich mich mit einem aufgeblähtem Bauch herum. Ich vermute dass es mit dem Essen zusammenhängt da ich danach so aussehe wie als wäre ich hochschwanger.
Internet-Recherchen ergeben natürlich eine immense Menge an möglichen Krankheiten und die Ärzte, welche ich bisher besucht habe, konnten mir auch nicht weiterhelfen. Einige meinten dass es eine FI sein kann. Daher habe ich nun einen Test gemacht. Die Beurteilung ist dass es keinen Hinweis auf FI gibt. Da ich aber während des Tests trotzdem einen aufgeblähten Bauch (laute Geräusche inklusive) hatte, könnte ich ja eventuell Non-H2 Producer sein, oder? Ich hatte das Gefühl dass es besser mit dem Bauch wird, wenn ich auf Fructose verzichte. Aber sicher bin ich mir auch nicht da es nie komplett weg war und es ja auch mit anderem zusammenhängen kann (schließlich hatte ich auch einen aufgeblähten Bauch nach fruktosefreier/-armer Ernährung).
Einen Tag nach dem Test selbst habe ich erfahren dass ich Yersinia enterocolitica habe. Ich war gerade arbeitsbedingt unterwegs in eine andere Stadt, konnte daher nicht das Rezept abholen. Außerhalb meines Wohnortes fingen bekam ich auch Gliederschmerzen an Füßen und Händen. Es besserte sich überall außer an einem Fuß. Es schmerzte so sehr dass ich nachts nicht schlafen konnte. Ich ging dann dort zu einem Arzt um mir das Antibiotikum Ciprofloxacin verschreiben zu lassen. Dies habe ich auch 10 Tage (17. März - 26. März) eingenommen. Die Schmerzen am Fuß wurden dadurch gefühlt schlimmer, jedoch habe ich es nicht abgebrochen da ich etwas von einer reaktiven Arthritis gelesen habe, welche vom Bakterium kommen kann. Die Schmerzen am Fuß sind nun auch besser. Der aufgeblähte Bauch bleibt aber hartnäckig. Ich frage mich auch ob die Yersinia den FI-Test beeinflusst haben kann. Leider kann ich nun ja nicht so schnell einen Test wiederholen da dies durch Antibiotika-Einnahme verfälscht werden kann, oder? Abgesehen davon habe ich auch sehr lange auf einen Termin gewartet.
Was mich stutzig macht ist dass bei den Intoleranzen und bei der Yersinia immer Durchfall als Symptom aufgezählt wird. Ich leide aber eher an Verstopfung.
Bei einer Stuhlgang-Untersuchung kam auch heraus dass der Elastase-Wert (Pankreas) zu niedrig ist. Falls das jemand was sagt.
Weitere Krankheiten und Symptome mit denen ich mich rumquäle (man weiß ja nie was alles miteinander zusammenhängt):
Jahrelang bestehende Amenorrhö (Ausbleiben der Menstruation)
Alopecia areata (Kreisrunder Haarausfall)
Schlafstörungen/Konzentrationsprobleme/Müdigkeit/Erschöpfung/Schultern- und Nackenschmerzen
Mundgeruch

Ich habe auch viel von einer Dysbiose, Darmflora und Darmsanierung gelesen. Ich zweifle aber ob es sinnvoll ist dies zu machen wenn ich mir noch gar nicht sicher bin, was ich überhaupt habe. Auf der anderen Seite habe ich schon oft gelesen dass es nicht schaden kann und das es ja oft sehr lange dauert bis man herausfindet was man hat. Immer wieder höre ich auch von Reizmagen aber anscheinend bekommt man die Diagnose so schnell wie Antibiotika.
Ich schätze auch dass mir viele Vitamine, Nährstoffe und sonstiges fehlt. Weiß aber auch nicht genau wie ich das herausfinden kann. Anscheinend findet man dies auch nicht einfach so mit einem einfachem Blutbild heraus. Und das ist für mich mit Spritzenphobie schon nicht einfach (meine Venen haben wohl genauso Angst wie ich, es scheint manchmal unmöglich mir Blut abzunehmen da die 7-8 reinstochern ohne an Blut zu kommen).
Von Hormonstörungen diesbezüglich habe ich auch schon oft gehört, weiß aber auch nicht genau wie und wo ich dies klären soll. Hab schon bei Endokrininologen angerufen und die meinten dass die entweder nicht dafür zuständig sind oder dass man da nicht einfach so hin kann ohne einen "richtigen" Verdacht (was nun der Unterschied zwischen richtigen und falschen Verdacht ist weiß ich auch nicht, schließlich schließt für mich das Wort Verdacht ein dass man es nicht genau weiß).
Ich fühle mich komplett überfordert und dies alles belastet mich wahrscheinlich noch extremer da ich bis vor kurzem noch in einer Klinik wegen Essstörung (Bulimie) und Depression war. Ich kam dort etwas motiviert heraus und wollte mein Leben wieder ein wenig in den Griff bekommen. Seitdem ich aber nach jedem Essen Probleme habe, läuft es mit der Essstörung natürlich auch wieder abwärts. Ich halte mich an Esspläne und da keine Besserung in Sicht ist und ich auch nach ganz normalen Portionen einen Schwangerschaftsbauch habe, stopfe ich aus purer Verzweiflung und Frust alles in mich hinein was ich finde. Diese Essanfälle tun natürlich nicht nur meinem Körper nicht gut, die Depression fühlt sich dadurch auch wieder eingeladen. Manchmal schaffe ich es mich ein wenig selbst zu motivieren und ich recherchiere und experimentiere und mache Arzttermine aus, dann falle ich von einem Moment in den anderen wieder in ein tiefes Loch und sehe nur Sinnlosigkeit in meinen Bemühungen. Ich hab dann auch keine Kraft und Antrieb mehr und es erscheint mir alles unmöglich. Ich kann das auch nicht mit dem Willen steuern, die Sucht (nach dem Essen) ist unkontrollierbar und ich bemerke erst danach was ich gemacht habe. Die Schmerzen und Übelkeit treiben mich dann zum Gedanken dass ich nie wieder was essen will. Natürlich hält dies nur bis zum nächsten Essanfall. Es ist ein Teufelskreis und ich komme dort nicht heraus. Ich gehe zwar zum Therapeuten aber ich habe das Gefühl dass die Psyche sich nicht bessern kann wenn es dem Körper so schlecht geht. Also ich glaube ich brauche das Erfolgserlebnis dass ich normale Portionen essen kann ohne danach Probleme zu haben damit ich auch wieder daran arbeiten kann dies so gut wie möglich einzuhalten. Es wird auf jeden Fall nicht einfach (in der Klinik selbst hatte ich nicht das Problem mit dem aufgeblähten Bauch und trotzdem war es nicht einfach) aber es ist unglaublich frustrierend wenn man sich daran hält und trotzdem Probleme und Schmerzen hat. Dadurch ist der nächste Frust-Essanfall schon vorprogrammiert.

Es tut mir leid dass mein Beitrag so lange wurde aber wie man wahrscheinlich herauslesen kann, bin ich ziemlich verzweifelt und kann meine Gedanken nicht mehr klar sortieren und ordnen. Keine Ahnung ob jemand etwas damit anfangen kann aber vielleicht erkennt ja irgendjemand etwas davon wieder und kann mir einen Tipp geben. Das wäre vorzüglich.

Herzliche Grüße,
Intoleranz-Toleranz

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