Topic-icon Frage Fruktoseintoleranz und Ängste

4 Jahre 5 Monate her #7957

Hallo,

ich kann euch gut verstehen. Ich habe, lange bevor mir jemand gesagt hat, dass es sowas wie LI, FI oder HIT gibt immer wieder mit Übelkleit und Bauchschmerzen gekämpft. Keiner hat gewußt, was ich hab, woher das kommt und es hieß immer psychosomatisch....

Irgendwann wollte ich auch nirgends mehr hingehen, alles hat sich nur mehr um übel/nicht übel und die ganzen anderen Symptome gedreht. Ich wollte nicht in den Bus einsteigen, ins Kino gehen oder irgendwohin, wo ich nicht wusste, wo das nächste WC war und wie schnell ich da hin laufen kann, vor lauter Angst, dass ich mich da übergeben muss.
Je mehr ich mich einschränkte, desto schlimmer wurde die Angst und mit ihr auch die Übelkleit. Ich hatte dann immer ein Sackerl mit und hab mich schon vorher über die Gegebenheiten schlau gemacht, die mich an einem neuen Ort erwarten würden.

Im Nachhinein weiß ich, dass der Auslöser und nur ein kleiner TEil der Übelkeit und der Bauchschmerzen von den Intoleranzen kam, der Rest wurde psychisch verstärkt.

Selbst wäre ich aus diesem Teufelskreis nicht mehr rausgekommen. Nach der Diagnose FI und HIT hat mich meine Internistin zum Psychiater überwiesen, weil sie gesehen hat, dass diese "psychische Komponente der NMI" eigentlich ein viel größeres Problem für mich darstellt. Anfangs ging es mir trotz strenger Diät nicht viel besser (und ich hab auch kurz vor der Diagnose nicht mehr viel gegessen vor lauter Angst).

Hab dann Medikamente vom Psychiater bekommen und mit einer Psychotherapie begonnen. Und dann wurde alles langsam besser. Ich hab gelernt, mich nicht mehr von den Intoleranzen kontrollieren zu lassen, sondern selbst aktiv diese Intoleranzen zu kontrollieren. Am BEginn damit, dass ich nirgendwo, ausser zu Hause etwas gegessen habe bzw. immer meine Lebensmittel mit hatte, wenn ich wo hin ging. Und ich habe wieder gelernt, meinem Körper zu vertrauen.

Es hat lange gedauert. Hat auch viel mit Kontrolle haben zu tun- läuft im Prinzip ab, wie bei jeder anderen Angsterkrankung. Mam kann den Körper aber niemals 100%ig kontrollieren... Auch wenn ich keine Intoleranzen habe und eigentlich gesund bin, kann mich irgendwann und irgendwo ein wilder Durchfall überkommen. Gegen virale Infekte sind wir ja nicht gefeit....

Wenn man seinen Körper kennenlernt und mit der Intoleranz leben lernt und akzeptiert, dass man seinen Darm nicht immer willentlich kontrollieren kann, kann man das irgendwann loslassen. Das ist bei Gott nicht leicht und ich kann auch nicht erklären, wie das genau funktioniert- da gibt es kein Rezept.

Ich hab mir in einer Psychotherapiesitzung einmal vorgestellt, wie das wäre, wenn das eintritt, was ich die ganze Zeit befürchte und wie ich dann damit umgehe und habe gesehen, es gibt eine Möglichkeit, mit dieser Situation umzugehen. Sicher ist es peinlich und unangenehm, aber ich sterbe nicht dran, auch sonst keiner und ich bin in der Lage die Situation zu managen.

Eine Zeit nachdem ich psychisch wieder auf dem Dampfer war hat sich langsam die LI breit gemacht. Damit bin ich dann ganz anders umgegangen. Ich hatte keine Panik mehr. Hauptsymptom war zwar nicht mehr die Übelkeit, sondern der Durchfall, aber für die psychische Komponente ist das ja egal (ob Angst vor diesem oder jenem- es ist beides gleich scheisse). Ich hatte die Symptome schnell im Griff und sie haben mein Le.ben und Planen nicht sosehr eingeschränkt wie früher die FI und HIT-Symptome. Ein bissl Einschränkung ist natürlich dabei und manchmal nervt mich das auch- aber ich hab nicht mehr diese Panik.

Es gibt noch selten Momente, wo sich die Angst wieder breitmachen will. Zum Beispiel, dass ich im Kino sitze und plötzlich überkommts mich. Dann hilft nur Atmen und ich sag mir- "Ja, dann wirds dir halt schlecht und dann kotzt du da halt auf den Boden- aber wenn dann so richtig.... und dann war die Angst und mit ihr die Übelkeit (die bestimmt rein psychogen war) wieder weg.

Wenn das Leben so schwierig wird, dass man ständig über die Intoleranzen und wie sie einem das LEben schwermachen nachdenken muss und viele Sachen, die man eigentlich gern machen will nicht mehr macht- ich denke dann sollte man sich überlegen, sich professionelle Hilfe von einem Therapeuten, Psychiater, Psychologen,.... zu suchen. Psychologen sind da vielleicht nicht die beste Adresse, aber mittlerweile gibt es auch Psychotherapeuten, die sich auf solche Probleme, wie unseres, spezialisiert haben.

Alles Gute
LG

Letzte Änderung: 4 Jahre 5 Monate her von Kosmos354.

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4 Jahre 5 Monate her #7956

Hallo,

ich möchte mich auch mal zu Wort melden denn auch für mich ist das Thema interessant. Ich leide seit über 10 Jahren an Durchfall.. Magen und Darmspiegelungen wie immer negativ, Ergebnis der Ärzte " psychosomatischer Reizdarm" Mittlerweile ist es wirklich psychisch geworden, heute hatte ich den FI Test.. positiv, was mich bestätigt, wenn ich mal 1 Mandarine gegessen hab hätt ich sterben können.

Ich hab selber schon festgestellt, das ich oft mal Verabredungen absage aus Angst... denn ich setze mich psychisch selbst schon vorher der Situation aus.. und mach mir Gedanken was wäre wenn, denn wenn ich muss, dann sofort und nicht erst in 10 Minuten... und schon hab ich den Teufelskreis.

Aktuell bin ich deswegen auch in einer Psychotherapie aber bisher hab ich das Gefühl noch nicht viel weiter gekommen zu sein. Morgen hab ich den LI Test, mal schauen was der ergibt und somit werde ich mit Diagnose FI allein schon nochmehr auf die Lebensmittel achten vielleicht wird es dann auch besser. Ich bin für Hilfen was FI angeht sehr sehr dankbar

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4 Jahre 5 Monate her #7955

Hallo :)

Das mit der falschen Anlaufstelle habe ich eher so gemeint, dass in medizinischen Dingen (also was das Immodium angeht) ein Arzt einfach besser bescheid weiß, oder bescheidwissen sollte.

Dass HI nicht "nach Liste" abläuft, das weiß ich natürlich. Aber ich vermute, dass auch hier irgendwann ein Gefühl für Lebensmittel kommt. Dass man eben weiß, was man normal einfach gar nicht verträgt und bei welchen Sachen es schon etwas unbedenklicher ist.

Richtig entspannt mit Sachen umgehen kam bei mir ziemlich schleichend und verschieden schnell in den einzelnen Bereichen. Ganz schlimm war es aber tatsächlich bei mir nur die ersten paar Wochen. Da habe ich irgendwie das vertrauen in Lebensmittel verloren und hatte das Gefühl, dass mir auch Sachen nicht gut tun, die eigentlich absolut unbedenklich sind. In der Zeit hab ich auch fast nur Reis und Nudeln mit etwas Fisch gegessen oder mit ein wenig Hähnchen. Und gar kein Gemüse. Und sobald ich auch nur die Idee haben könnte, dass da Tomate oder Paprika (vertrage ich leider überhaupt nicht mehr, obwohl der Fructosegehalt ja nicht so extrem ist) verwendet wurde, wurde mir schon vor dem Essen schlecht.

In einigen Bereichen ging alles ganz schnell. In der Mittagspause gehen wir beispielsweise fast jeden Tag essen. Am Anfang hab ich noch nachgefragt, dutzende Sonderbestellungen gemacht und auch oft Fructosin dabei gehabt. Hab mich in eines der Lieblingsrestaurants nicht mehr getraut, weil man da einen weiteren Rückweg ins Büro hat usw. Aber das ganze hat allerhöchstens 2-3 Monate gedauert. Dann wurde ich lockerer. Inzwischen weiß ich einfach in welchem Restaurant welches Gericht geht. Und esse dann halt oft einfach immer das selbe in den einzelnen Gaststätten.

Bei anderen Dingen hat es deutlich länger gedauert. Bei Kuchen beispielsweise. War ich irgendwo zu Kaffee und Kuchen eingeladen, hab ich oft einen selbstgebackenen mitgebracht usw.

Total locker gehe ich bewusst mit der Sache seit Herbst um. Da war die endgültige Diagnose etwa ein Jahr her. Ich habe in meinem Blog gestöbert und gemerkt, dass ich einfach gar nicht mehr so auf die Lebensmittel achte. Dass ich auch mal etwas spontan einkaufe. Dass ich jetzt sogar einen Smoothie vertrage, zumindest manche Sorten. Da ist mir das aufgefallen, dass die Intoleranz eigentlich ein Nebenthema ist.

Aber auch erst vor ein paar Tagen, als ich Bilder für ein Fotobuch sortiert habe, ist mir aufgefallen, dass ich im Spanienurlaub (wenige Monate nach der Diagnose) noch ganz angespannt war. Ich hatte gefühlte Tonnen von Fructosin, Traubenzucker und diversen Magen/Darm-Medikamenten dabei. War aber übrigens ein toller Urlaub. Und bis auf einmal (da hab ich Sangria bei einem Spiel gewonnen) hatte ich auch nie Probleme mit dem Darm im ganzen Urlaub. Ich war einfach entspannt durch die Umgebung (am Meer liegen, das entspannt einfach) und hab mir da (außer die ersten zwei Tage vielleicht) einfach keinen Kopf drum gemacht. Ich konnte abschalten.

Grüße :)

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4 Jahre 5 Monate her #7954

Hallo Lilakartoffelbrei
Ja, da habe ich dich wohl falsch verstanden, dein Satz ...da bist du hier wohl an der falschen Anlaufstelle.... hat mich wohl auf dem falschen Fuss erwischt :unsure:
Ich habe die Diagnose LI und leichte Fi seit einem guten Jahr und die HI etwas weniger. Bei der LI und FI (die ist ja nur leicht) kann ich dir voll zustimmen, da wirds wirklich leichter, wenn man mal die Diagnose hat und weiss was man essen darf und was nicht.Bei dir HI ist es halt viel komplizierter, v.a. ist das ja auch nirgends auf den Lebensmitteln aufgeführt. Es gibt keine HI Kennzeichnung, also auch keine HI-freien Lebensmittel, wie es die diversen laktosefreien Milchprodukte gibt. Und das macht es schwierig.

Klar ist mir schon, dass da vieles auch im Kopf abläuft. Solange ich nicht die volle Kontrolle habe, ist es schwierig zu sagen, na dann experimentiere ich halt mal.
So machten wir über Weihnachten mit der ganzen Familie eine Flugreise. na ja, da liegt experimentieren einfach nicht drin. Und so gibt es halt doch öfters Gelegenheiten, wo ich mir einen Rückfall einfach nicht leisten kann oder will.
Der Arzt meint klar, dass das Immodium kein Problem sei. Aber Aerzte die vor Arzneimittel warnen sind wohl rar gesät....

Wie lange ging es denn bei dir, bis du so entspannt mit allem umgehen konntest?

LG
HelloHI

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4 Jahre 5 Monate her #7950

Hey :)

Vorweg, ich wollte dich nie beleidigen oder dergleichen. Falls das so rüber gekommen ist, dann tut mir das sehr leid :)

Wie schwer oder leicht es bei einer HI ist, das weiß ich (zum Glück) nicht. Ich weiß nur, dass es bei einer FM mit der Zeit immer einfacher wird. Irgendwann geht das wie im Schlaf. Und dann lacht man darüber, dass man es mal so schwierig und kompliziert fand. Auch bei den Restaurants weiß man bald bescheid. Restaurant A benutzt irgendwelche Geschmacksverstärker, die ich nicht vertrage. Bei Restaurant B vertrage ich das eine Essen besonders gut und das andere nicht so gut usw. Aber das braucht halt Zeit und Erfahrung.
Ich bin (offenbar fälschlicherweise) davon ausgegangen, dass du letzteres eher wenig sammelst, da du Angst vor den negativen Effekten, also eben Durchfall, hast. Ich bin aus deinem ersten Post davon ausgegangen, dass du aus Angst oft nicht hingehst oder Einladungen kurzfristig absagst, da du Durchfall bekommst. Das habe ich wohl falsch interpretiert.
Generell wirkt es aber nach wie vor auf mich so, als ob du auch "vom Kopf her" Durchfall bekommst. Du schreibst ja, dass du vor Terminen oft Durchfall bekommst und daher viel Immodium nimmst. Vermutlich oft auch grundlos. Ob das irgendwie schädlich ist, das weiß ich nicht. Ich kenn mich medizinisch nicht so super aus. Aber wenn du dir unsicher bist, dann frag doch am besten deinen Arzt. Er wird dir sicher sagen können, ob das bedenklich ist, oder nicht. Und falls es eben nicht so ideal ist, kann er dir bestimmt auch Tipps zur Entwöhnung geben :)

Ich habe wie gesagt am Anfang auch oft Fructosin mitgenommen. Inzwischen nehme ich das so gut wie überhaupt nicht mehr ein. Habe inzwischen genug vertrauen in meinen Körper, kenne ihn besser. Ich habe das Gefühl, dass du dieses Vertrauen in deinen Körper noch nicht wieder gefunden hast. Wie lange ist denn bei dir die Diagnose her?
Das Gefühl, also dass man unsicher ist, kenne ich auch. Ich hab mich Anfangs oft nicht getraut, irgendwelche Sachen zu essen, obwohl ich die eigentlich hätte vertragen müssen. Hatte oft bedenken, dass ich sie eben nicht vertrage. Bin aber generell ein sehr experimentierfreudiger Mensch und probiere das meiste dann doch irgendwann aus. Gut, oft ging etwas schief, gerade am Anfang. Dass ich dann eben doch mit Bauchweh zu Hause auf dem Sofa lag. Aber diese ganz extreme Testphase ging auch nur wenige Wochen. Aber all sowas braucht eben vor allem eines: Zeit.
Blos nicht zu früh das Handtuch werfen. Das wird schon werden. Beim einen dauert es halt länger, beim anderen geht es ganz kurz. Lass dich bloß nicht entmutigen :)

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4 Jahre 5 Monate her #7949

Hallo Kartoffelbrei
Du wählst aber harte Worte. Bei einer HI ist es nicht ganz so einfach nach Liste zu essen. Es gibt viel verstecktes Histamin in der Nahrung. Fisch ist eigentlich unproblematisch, ausser er wurde nicht immer kühl gelagert, dasselbe gilt für Fleisch. Auch Früchte und Gemüse kann durch Lagerung Histamin ansetzen.
Mir passiert es immer wieder, dass es mich voll erwischt, ich trotz strenger Diät. Nur "Nichtsessen" würde wohl volle Sicherheit bringen. Ich gebe mir wirklich Mühe, bei Essen aufzupassen.
Ich wollte ja eigentlich nur sagen, dass ich Andrea verstehe, dass es mir manchmal ähnlich geht.
Das heisst jedoch nicht, dass ich mich zu Hause verstecke. Ich gehe aus, ich treffe mich mit Freunden, ich mache Ferien... ABer manchmal greife ich zu drastischen Massnahmen, nehme provilaktisch Immodium ein, um ganz sicher zu sein, dass ich so einen Anlass auch geniessen kann.
Und da macht sich bei mir halt dann das schlechte Gewissen breit, und so Aussagen, wie die du die in deiner vorigen Antwort geschrieben hast, unterstützen das voll. :(
Ja, ich suche Tipps, erhoffe mir davon einen bessern Umgang mit meiner Geschicht, je besser ich das alles verstehe, je sicherer werde ich mich fühlen und je weniger werden die Aengste kommen.

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4 Jahre 5 Monate her #7948

Auch ich bekomme starken Durchfall, aber natürlich nur wenn ich etwas fruchtzuckerhaltiges gegessen habe. Seit ich weiß was geht und was eben nicht, habe ich so gut wie nie Durchfall. Meistens nur, wenn ich auf irgendetwas total Lust habe, obwohl ich weiß, dass es nicht geht ;) Und für solche Fälle gibt es ja immer noch Fructosin und co.
Und wenn man weiß, dass es eben draußen ungeschickt ist, dann plant man halt keinen Anglerausflug, sondern einen Besuch im Kaffee. Und dort isst man dann eben keine Erdbeertorte, sondern trinkt einen leckeren Tee.

Ich habe das Gefühl, dass du dir da ein wenig selbst im Wege stehst. Du sagst, dass du Tipps suchst, gerne was ändern möchtest. Sagst dann aber zeitgleich, dass dir ja sowieso das alles peinlich ist und du daher sowieso nur bei dir daheim im Badezimmer irgendwas machen kannst. Also jetzt mal ganz überspitzt ausgedrückt. Wenn du gerne draußen mit Freunden was machen willst, dann tu das. Wenn du davon aber fürchterliche Angst hast und sowieso nicht rausgehen möchtest, dann ist hier vermutlich ein Forum die falsche Anlaufstelle und professionellere Hilfe wäre angebrachter. Sonst steigerst du dich da womöglich nur noch mehr rein und ein normales Leben wird dann vermutlich leider nicht mehr möglich sein. Und das ist ja nun mal erst recht nicht Sinn der Sache.

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4 Jahre 5 Monate her #7947

Hallo LilaKartoffelbrei
Ich kann dir da leider nicht voll zustimmen. Das hängt davon ab, wie sich die Symptome äussern. Bei mir kann es passieren, dass ich so starken Durchfall habe, dass ich innert Minuten eine Toilette aufsuchen muss, sonst ist's passiert.
Das ist mir nun mal peinlich, das kann ich nicht ändern.
Und wenn ich dann was outdoor plane, dann kann ich mir das einfach nicht leisten.
LG
HelloHI

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4 Jahre 5 Monate her #7945

Hey ihr :)

Natürlich kann immer mal was schief gehen, gerade am Anfang, wenn man noch nicht so die Übung hat. In den allermeisten Fällen hat man aber einen wirklich tollen Abend im Kino, in der Lieblingsbar oder einfach draußen bei einem Picknick. Bleibt man daheim, kann man auch Bauchweh haben, aber eines ist Gewiss, einen netten Tag mit Freunden verbringt man so nicht. Sind es wirkliche Freunde, dann wissen sie damit umzugehen und finden es auch nicht schlimm, falls denn überhaupt mal was passiert. Was peinliches ist mir noch nicht passiert (habe FM), aber mir ist auch generell nicht so schnell etwas peinlich. Ja, mein Bauch blubbert nach der Mittagspause manchmal ganz laut. Aber dann kam eher eine Kollegin und hat mir einen Tee gebracht und ich habe mich wohl und geborgen gefühlt und nicht irgendwie in einer peinlichen Situation. Ich habe nunmal diese Intoleranz mit all ihren ach so tollen Seiten. Da kann man nichts dran ändern und deshalb muss man sich nicht verstecken und unter der Decke verkriechen. Durch die Intoleranz muss man sowieso schon auf einiges Verzichten, auf einen netten Tag mit Freunden aber ganz bestimmt nicht.

Ich selbst komme auch gerade von einem Kinobesuch und es war schön. Ich weiß halt, dass ich dann im Kino keine Cola bestellen darf und nicht kiloweise Popkorn in mich stopfen sollte. Aber all das braucht man für einen Kinoabend auch nicht zwingend. Genauso ist es bei Restaurantbesuchen. Ich frag das Personal und gehe noch dazu nicht all zu große Risiken ein indem ich Spaghetti Bolognese besser nicht bestelle ;)
Und wenn ich mir super unsicher bin, nehme ich vorher eine Fructosintablette (inzwischen heißt das Xylosolv). Früher (haha, wie das klingt. Die endgültige Diagnose hab ich erst seit etwas mehr als einem Jahr) hatte ich immer Fructosin dabei. Inzwischen hab ich Angst, dass es mir kaputt geht, weil ich es so selten verwende. Immodium hab ich normal nie dabei. Aber immer jede Menge Traubenzucker, und auch der zerbröselt mir in der Handtasche.

Klar, man kann viel sagen bis der Tag um ist. Aber traut euch. Nehmt alle wichtigen Dinge vorsichtshalber mit und weiht am besten auch die Freunde ein. Sagt eben, dass ihr Bedenken habt, bittet um Ablenkung und plant vor allen Dingen am Anfang gut. Eine Weinverkostung bietet bei der Intoleranz beispielsweise wenig Spielraum, ein Besuch in einer ganz normalen Kneipe ist das schon einfacher.

Und nach ein paar Ausflügen wird das alles zur Routine, ehrlich :)

Ihr wollt euch doch wegen so einer doofen Intoleranz nicht den Spaß nehmen lassen, oder ;)

Viel Spaß!

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4 Jahre 5 Monate her #7936

Hallo Andrea
Oh je, das kenn ich nur zu gut. Ich hab zwar nur scheache HI, dafür aber eine HI und LI. Bei mir äussert sich das v.a. in extremen Durchfall. Bei mir ist das auch so, dass ich oft bevor ich zu einer Einladung aufbrechen muss, oder mich auf eine lange Autofahrt begeben muss, plötzlich Durchfall bekomme. Das führt dazu, dass ich ein paar Stunden bevor ich Flugreise antrete in die Medikamentenkiste greife und Immodium einnehme. Ich ärgere mich dann über mich, habe auch Angst dass ich mich an das Medi gewöhne, aber ich weiss mir nicht anders zu helfen. Passiert zu oft wenn ich nichts nehme, dass es schief rauskommt. Darum wären Tipps auch für mich willkommen
LG HelloHI

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