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Laktose (Milchzucker, Lactose)

Der Milchzucker wird auch Laktose oder Lactose genannt. Laktose ist der Trivialname. Die korrekte biochemische Bezeichnung ist Beta-D-Galactopyranosyl-(1->4)-Alpha-D-glucopyranose.

Milchzucker gehört zur Gruppe der Zweifachzucker (Disaccharide) und besteht aus den beiden Molekülen D-Galaktose (Schleimzucker) und D-Glukose (Traubenzucker), die über eine beta-1,4-glykosidische Bindung miteinander verbunden sind.

Um den Milchzucker verwerten zu können, muss er während der Verdauung im Dünndarm in seine beiden Einfachzucker Galaktose und Glukose aufgespalten werden (siehe Bild oben). Dies geschieht mit Hilfe des körpereigenen Enzyms Lactase.

Von Laktoseunverträglichkeit bzw. Intoleranz spricht man, wenn der Körper keine Lactase bilden kann, und somit der Milchzucker unverdaut in die weiteren Abschnitte des Darms gelangt.

laktose strukturformel

Allgemeines zum Milchzucker

Das Salz der Milchsäure ist das Laktat. Laktulose verwendet man für künstlich abgeleitete Milchzucker (Wird als leichtes Abführmittel verwendet)

Das Wort Laktose kommt vom lateinischen lac, lactis (Milch) und der Endung -ose für Zucker. Laktose spielt als Teil der Muttermilch bei der Ernährung von jungen Säugetieren eine wichtige Rolle. Die Menge der Laktose ist von Tierart zu Tierart verschieden. So hat beispielsweise menschliche Muttermilch (5-6g/100ml) deutlich mehr Laktosegehalt als Kuhmilch (4,5g/100ml). Am wenigsten Laktose beinhalten die Delfinmilch (0,9g/100ml) und die Milch der Seelöwen (0,1g/100g). Die MIlch der bei uns verwendeten Nutztiere (Schaf, Kuh, Ziege, ...) hat einen relativ hohen Laktosegehalt.

Weiterführende Links

Quellen:
Stryer, L., Biochemie, Specktrum Akademischer Verlag, 4. Auflage
Beliz, H.D., Lehrbuch der Lebensmittelchemie, Springer Verlag, 2001