Michael's Blog

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Süß, süßer, Süßstoffe

Ein Hoch auf die Kaffeekanne!

Ohne Kaffee geht am späteren Vormittag bei mir gar nichts. Stark muss er sein. Und süß. Ungezuckerten Kaffee fand ich schrecklich. Untrinkbar. Also trank ich meinen Kaffee bis dato mit Stevia. Ich spreche mit einer Barista und klage ihr mein Leid. Kaffee schmeckt mir einfach nur süß. Sie lacht nur und stellt mir zwei Kaffee auf den Tisch. Einen normalen "Verlängerten" und einen speziellen Espresso. Der normale ist ekelhaft, der spezielle schmeckt sehr gut. Ich bin verblüfft und frage nach: Wie geht das denn? Das Geheimnis liegt tatsächlich in der Kaffeesorte und der Zubereitungsart. Mein Billig-Kaffe aus der Pad-Maschine schmeckt pur einfach schrecklich. Auch ein teurer hochqualitativer Kaffee, falsch zubereitet, schmeckt furchtbar. Ich lasse mir die Zubereitung in der Espressokanne erklären und siehe da: Ich kann wieder Kaffee trinken! Ganz ohne Süße. Mein Wachmacher kostet mich nur ab jetzt mehr Geld. Aber das ist es wert. Meine Pad-Kaffeemaschine habe ich am Dachboden verstaut und dafür für 40 Euro eine Edelstahl-Espressokanne gekauft (Aluminium will ich nicht verwenden...). Samt teurem guatemaltekischem Arabica-Kaffee mit Roast-Level 4.

Essiggurken und Eiweißshake werden zur Herausforderung

Doch zurück zu den Süßstoffen. Wegen meiner Fruktoseintoleranz habe ich überhaupt viel Zucker durch Süßstoffe ersetzt. Ich trank, vor allem beim Ausgehen, gern mal eine Cola light, süßte Kuchen mit Erythrit, Stevia und Getreidezucker (Traubenzucker), aß abends ein Naturjoghurt mit ganz wenig Marmelade und dafür viel flüssigem Stevia, machte mir mein eigenes Eis mit Stevia und trank mehrmals pro Woche vor dem Kraftsport einen Eiweißshake mit Stevia und Sucralose. Und dann gab es noch jede Menge versteckte Süßstoffe: Zum Abendbrot esse ich z.B. gerne Essiggurken. Darin ist Saccharin enthalten, ein künstlicher Süßstoff.

Im Rahmen unseres #zucker90 Experimentes lasse ich nun auch diese Süßstoffe weg. Das ist gar nicht so leicht: Beim Ausgehen trinke ich nur noch Mineralwasser – das ist nicht immer lustig, aber ok. Kuchen und andere Süßspeisen esse ich gar nicht mehr – und sie gehen mir auch überhaupt nicht ab. Bei anderen Dingen war die Umstellung nicht so leicht. Essiggurken müssen gesüßt werden, das ist klar, doch lieber als Süßstoffe, die ich ja zu 100% vermeiden soll, wäre mir normaler Zucker, denn ich darf ja bis zu 25g pro Tag essen. Das bisschen in Essiggurken wäre also ok. Ich finde nur eine Sorte ohne Süßstoffe, von Alnatura. Klar, es sind Bio-Essiggurken. Da es kein Bio-Saccharin gibt, aber sehr wohl Bio-Zucker, müssen diese Essiggurken mit Zucker gesüßt werden.

Noch schwieriger wird es beim Eiweißshake. Vorerst finde ich keinen einzigen ohne Süßstoffe. Im Fachgeschäft, wo ich mir neben den ganzen Bodybuildern vorkomme wie ein Fremder im Wild-West-Saloon, habe ich Glück: Reines Kasein, ohne jegliche Zusätze. Daraus mische ich mir mein eigenes Pulver. 30g Kasein, 3g Kreatin, den Inhalt einer Laktase-Tablette zu Sicherheit, denn das Kasein hat noch ca. 0,3g Rest-Laktosegehalt. Das Ganze mixe ich mit zwei Erdbeeren oder einer halben Banane, etwas laktosefreier Milch und Wasser auf. Es schmeckt super. Und hat keine Süßstoffe oder Zucker drin!
Ich experimentiere auch und backe aus dem Kasein Protein-Muffins. Klappt auch gut und der Vorteil: sie lassen sich ungekühlt mitnehmen. Hier das Rezept für euch:

Rezept: Sportler-Muffins

Zutaten

  • 2 Eier
  • 80g Casein
  • 10g Kakao
  • 100ml (laktosefreie) Milch
  • 50g Haferflocken
  • 2 TL Chiasamen
  • 100g (laktosefreies) Naturjoghurt
  • 40g Kokosmehl
  • 20g brauner Zucker
  • 1 TL Backpulver
  • 1/4 TL Guakernmehl

Zubereitung

Eier trennen, Dotter mit restlichen Zutaten vermengen, kurz mixen und 10 Minuten rasten lassen, immer wieder mit Löffel durchmischen; Eiweiß schlagen und vorsichtig unterheben. In Muffinförmchen geben und bei 200°C ca. 15 Minuten backen (Nadelprobe); Mit 2 TL zuckerfreier Erdbeermarmelade servieren.

Ein Muffin enthält:

Laktose: <0,02g/Portion = laktosefrei
zugesetzter Zucker 1,7g | natürlich vorkommender Zucker 1,6g
gesamt Zucker 3,2g

Das Rezept für die (fast) zuckerfreie Erdbeermarmelade gibt’s nächste Woche. In der Zwischenzeit halten wir euch mit dem Hashtag #zucker90 auf Facebook und Instagram auf dem Laufenden.

Zucker hat viele Namen
Endlich wieder Kiwi!
 

Kommentare 2

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vronika22 am Freitag, 02. Juni 2017 13:21

Bei mir wurde Anfang des Jahres Fructoseintoleranz diagnostiziert und daher habe ich meine Ernährung umgestellt. Da ich fast täglich Essiggurken gegessen habe, bin ich jetzt umgestiegen auf Salz-Dillgurken. Am Anfang musste ich mich ein klein wenig vom Geschmack umgewöhnen, aber mittlerweile schmecken sie mir so gut, dass ich fast süchtig danach bin. Sie ersetzen mir die Süßigkeiten und wenn es sehr heiß ist, ess ich zwischendurch eine kalte Salz-Dillgurke aus dem Kühlschrank. Das ist dann richtig erfrischend. Sie enthalten keinen Zucker und keine Süßstoffe. Meistens hole ich mir die Hausmarke vom Rewe.

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Bei mir wurde Anfang des Jahres Fructoseintoleranz diagnostiziert und daher habe ich meine Ernährung umgestellt. Da ich fast täglich Essiggurken gegessen habe, bin ich jetzt umgestiegen auf Salz-Dillgurken. Am Anfang musste ich mich ein klein wenig vom Geschmack umgewöhnen, aber mittlerweile schmecken sie mir so gut, dass ich fast süchtig danach bin. Sie ersetzen mir die Süßigkeiten und wenn es sehr heiß ist, ess ich zwischendurch eine kalte Salz-Dillgurke aus dem Kühlschrank. Das ist dann richtig erfrischend. Sie enthalten keinen Zucker und keine Süßstoffe. Meistens hole ich mir die Hausmarke vom Rewe.
MichaelZechmann am Freitag, 02. Juni 2017 14:24

Danke für den tipp! Werd diese Gurken mal testen

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Danke für den tipp! Werd diese Gurken mal testen :)
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