Anna-Maria's Blog

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Saftige Zuckerbomben

 

Sommer, Sonne – und dann ein fruchtig-frischer Durstlöscher: Wer erfrischt an Tagen mit Temperaturen jenseits der 30 Grad nicht gerne mit Fruchtsaft, Eistee und Co? Schaut man aber auf die Zutatenlisten und Nährwertangaben auf den Getränkeflaschen, vergeht der Durst mitunter ganz schnell. Denn besonders Fruchtsäfte und Smoothies sind mitunter echte Schwerverbrecher in Sachen Zuckergehalt.

Aber Obst ist doch gesund?

Um zu verstehen, warum Säfte und Smoothies nicht unbedingt das Gelbe vom Ei sind, müssen wir einen Blick auf die Entwicklung unseres Stoffwechsels werfen. Süße Früchte sind energetisch hochwertig, der Aufwand, sie zu suchen und zu ernten, war für unsere Vorfahren relativ groß. Deshalb standen Früchte nur selten am Speiseplan. Evolutionsbedingt kann unser Körper nur wenig mit ständiger Fruktoseaufnahme anfangen und wandelt die Fruktose in Fett um, um dann die Energie des Zuckers für Hungerperioden zu speichern.

Säfte bedeuten Schwerstarbeit

Während ganze Früchte dank der enthaltenen Ballast- und Nährstoffe gut verwertet werden können, verursachen zuckerhaltige Getränke einen enormen Fruktose-Überschuss. Limonade oder Fruchtsaft spülen in sehr kurzer Zeit sehr viel Zucker in das System, besonders die Leber muss dann Schwerstarbeit verrichten. Da in der heutigen Zeit Hungerperioden ausbleiben, wird auch das Fett, das durch die Fruktose gebildet wurde, gespeichert. Wer regelmäßig süße Getränke zu sich nimmt, riskiert unter Umständen eine nichtalkoholische Fettleber, Diabetes, Übergewicht und steigert so das Risiko, an bestimmten Krebsarten zu erkranken.

Ganze Tagesration Zucker in nur einem Glas Saft

infused water

In vermeintlich gesunden Durstlöschern wie Fruchtsäften oder Smoothies steckt unerwartet viel Zucker. Ein Glas Apfelsaft schlägt sich durchschnittlich mit 30 Gramm Zucker zu Buche – und übertrifft bezüglich der Menge damit sogar Cola. Auch die derzeit so beliebten Smoothies sollten nur in Maßen genossen werden, je nach Sorte und Hersteller verbirgt sich in einem Viertelliter bis zu 65 Gramm Zucker. Auf den ersten Blick weist Mineralwasser mit Geschmack eine etwas bessere Bilanz auf: Im Durchschnitt sind 7,5 Gramm Zucker pro 250 Milliliter enthalten - allerdings zugesetzter Zucker. Wer seinen Durst ausschließlich mit solchen Getränken löscht, nimmt bei der üblichen Trinkmenge von täglich zwei Litern mehr als 60 Gramm Zucker zu sich – das Zweieinhalbfache der empfohlenen Tagesration zugesetzter Zucker.

Es gibt Alternativen

So genannte Infused Waters, also Wasser mit frischen Zutaten, lassen sich im Handumdrehen zubereiten: Einfach ein paar Gurkenscheiben, etwas Ingwer und Zitronenmelisse oder Minze in einen Krug geben, mit stillem oder sprudelndem Wasser auffüllen, 10 Minuten ziehen lassen und fertig! Das geht auch mit Limettenscheiben und ein paar Himbeeren. Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Und das Beste: das ist dann sogar bei Fruktosemalabsorption verträglich!

Tip für heiße Sommertage: Eiswürfel dazu, oder eine Stunde im Kühlschrank kalt werden lassen.

Wie löscht ihr an heißen Sommertagen euren Durst? Habt ihr zuckerfreie Lieblingsgetränke? Wir freuen uns auf euren Tipp in den Kommentaren oder unter dem Hashtag #zucker90 in den sozialen Medien!

 

 

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