Der „And Soy Maker“

Ich versuche ja schon seit längerem, vor allem bei Milch, pflanzliche Alternativen zu verwenden. Für meinen Kaffee verwende ich fast ausschließlich Reismilch und auch bei Kuchen, Saucen und Suppen kommt nur noch „Pflanzenmilch“ zum Einsatz. Vor Kurzem las ich bei unserer Partnerwebseite mitohnekochen.com von einem Soja-Milch-Gerät, mit dem man sich seine Pflanzenmilch selber zubereiten könne. Das gute Stück trägt den NamenAnd Soy Maker und  wird von einem Wiener Startup vertrieben. Also habe ich die Gründerin gleich angeschrieben. Wenige Tage später ein Testgerät zu Hause. Bilder zum Test findest du am Ende dieses Artikels.

Der „And Soy Maker“ sieht ein bisschen aus wie ein großer Wasserkocher und ist es im Prinzip auch. Allerdings ist das Gerät deutlich intelligenter, denn es kann auch zerkleinern und pürieren. Es gibt einen Messfühler, der die Temperatur des Inhalts überwacht und verschiedene Programme für unterschiedliche Speisen, Getränke, Breie oder eben Pflanzenmilch. Ein absoluter Allrounder.

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„And Soy Maker“ bietet fünf Programme mit unterschiedlicher Hitzezufuhr. Smoothies werden kalt zubereitet, einige Nussdrinks werden bei ca. 46°C gemixt und Suppen und Getreidedrinks werden gekocht.
Da ich keine Sojabohnen hatte, wollte ich mich zunächst an Reismilch versuchen. Reis, Wasser, Salz,  ein bisschen Öl in das Gerät rein, Programm 2 wählen und 30 Minuten später hatte ich meine Reismilch. Diese Milch ist jedoch nicht geeignet für den Kaffeegenuss (dafür müsste man sie noch filtrieren), sondern kann z.B. für Suppen verwendet werden. Also habe ich mit dem Gerät gleich mit 400g Kürbis, Ingwer, meiner Reismilch und ein paar Gewürzen eine Kürbiscremesuppe gemacht. Und die war wirklich sehr lecker und auch in 30 Minuten fertig (Rezept unten).

In der kommenden Woche bin ich in einen richtigen „And Soy Rausch“ geraten, habe Suppen, Sojamilch, Mungobohnenmilch, Mandelmilch, Breie und Smoothies zubereitet. Das Tolle an dem Gerät ist, dass man nur zwei Dinge abwaschen muss, nämlich den Mix-Aufsatz und den Wasserbehälter. Wenn ich sonst eine Kürbiscremesuppe koche, muss ich zwei  Töpfe, meinen Mixer, Kochlöffel und meistens ein oder zwei Teller abwaschen. Außerdem geht es mit dem „And Soy Maker“ wirklich schnell. Man gibt einfach alle Zutaten in das Gerät, schaltet ein und kann bereits 30 Minuten später seine Suppe genießen. Zudem sie ist gut püriert, deutlich besser, als ich es mit meinem Mixer hin bekomme würde.

Auch die Pflanzenmilch kann sich schmecken lassen. Meine Sojamilch mit Reissirup schmeckt super im Kaffee, die Mandelmilch, Reismilch oder die Cashewmilch lassen sich perfekt fürs Kochen und Backen verwenden. Bei der Produktion der Sojamilch entsteht das sogenannte „Okara“. Das sind die festen Bestandteile der Sojabohne, die übrig bleiben und abgeseiht werden müssen (Sieb ist beim Gerät dabei). Diesen Brei kann man für alles Mögliche verwenden. Ich habe Okara Laibchen gemacht, einfach nach Gefühl… Das Ergebnis war überraschend lecker (siehe Rezept unten)! Weitere Verwendungsmöglichkeiten findet man im Netz zuhauf.

andsoy logo smallSmoothies sind nicht nur gesund, sondern auch sehr schnell und ohne großen Aufwand zubereitet. Bei den Smoothies muss man aber aufpassen, da sie meist nur gut schmecken, wenn sie nicht fruktose- bzw. sorbitfrei sind. Der fruktosearme Smoothie im Bild unten (mit Babyspinat, Banane, Reissirup, Avocado und Limettensaft) ist nicht grade der Geschmackshit, aber da finde ich sicher noch ein gutes Rezept in den nächsten Tagen. Mit dem Smoothieprogramm habe ich auch eine Bananenmilch mit laktosefreier Milch, Wasser und Stevia zubereitet  - ein absoluter Knaller!

Mein Fazit ist: Der And Soy Maker wird in meiner Küche einen fixen Standplatz bekommen, weil ich gerne und oft Creme-Suppen esse, immer wieder Smoothies mixe und sicher hin und wieder Pflanzenmilch zubereiten werde. Der Preis des Geräts ist relativ hoch, ich bin mir nicht sicher, ob ich ihn einfach so gekauft hätte. Nach meinen ausführlichen Testläufen möchte ich meinen „And Soy Maker“ nicht mehr missen. Der Preis dürfte sich schnell amortisieren, besonders wenn man gerne Suppen isst, Smoothies trinkt, Babynahrung selber zubereiten will, Pflanzendrinks selber macht oder sonst kreative Ideen hat. Fazit: Ich bin ein Fan!

Kurz zusammen gefasst:

  1. Praktisches Gerät für Cremesuppen, Smoothies, Baby-Brei oder Pflanzenmilch wie Nussdrinks oder Sojamilch
  2. Schnelle Zubereitung, keine Sauerei in der Küche, leichtes Säubern
  3. Sicherheitsaspekte: Der And Soy Maker hat ein Metall-Ventil, durch das der Dampf austreten kann und das Maschinenoberteil rastet durch eine Drehbewegung ein und verbindet sich so sehr fest mit der Edelstahlkanne. Man kann das gefüllte Gerät so sogar noch herumtragen. Das ist äußerst nützlich, denn man kann das Gerät zur Spüle tragen und dort öffnen.
  4. Die mitgelieferten Messbecher sind biologisch abbaubar aus Bambus gefertigt. Greift sich erst etwas gewöhnungsbedürftig an, schont aber die Umwelt und ist sehr praktisch für das Abmessen der Zutaten.
  5. Das Gerät hat eine Warmhaltefunktion, d.h. die Suppe muss nicht gleich gegessen werden.

Wo kauft man den And Soy Maker?

Am einfachsten direkt im online Shop www.andsoy.at. Der Shop versendet auch nach Deutschland. Alternativ kann man auch über Amazon.de das Produkt bestellen.

Rezepte für den And Soy Maker

andsoy kuerbissuppe smallMit dem Gerät wird ein Rezepteheft mitgeliefert, das die wichtigsten Pflanzendrinks, Suppen und Smoothies beinhaltet. Mit diesem Wissen als Basis kann das Experimentieren beginnen! Ich habe die fruktosehaltigen Zutaten wie Pflaume, Dattel oder Apfel einfach weggelassen und es hat immer bestens funktioniert. Hier drei Rezepte die ich absolut empfehlen kann (Je nach Intoleranz bitte auf die Zutaten achten):

Reismilch für Kuchen und Suppen

½ Tasse Reis poliert
½ TL Salz
1 TL Sonnenblumenöl
Wasser
Programm 2

Kürbissuppe

600g Kürbis
150ml Sojamilch selbstgemacht
150ml Kokosmilch selbstgemacht
2 TL Salz
1 EL Sojasauce
1 TL Bio-Suppenpulver
1 TL Olivenöl
5-10g Ingwer
Wasser
Programm 2

Okara Laibchen

andsoy okara laibchen small150g Okara – der Rest der bei der Sojadrink-Produktion übrig bleibt
50g Mehl glatt
1 TL Salz
Pfeffer, Olivenöl
½ TL gerebelter Knoblauch
½ TL Curry
1 Ei

Okara, Gewürze und 1 EL Mehl mischen und gut verkneten, das Ei dazu und gut vermischen. Dann so lange Mehl dazugeben, bis eine cremige Masse entsteht.  Öl in Pfanne geben. Mit einem Löffel kleine Häufchen in Pfanne setzen und die Laibchen beidseitig ausbacken. Dazu passt grüner Salat.

Bilder zu diesem Test

Vor der Zubereitung der Sojamilch. Sojabohnen und Wasser sind schon im Edelstahltank.

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Reis, Mungobohnen und Sojabohnen im Vergleich.

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Frische Reismilch und Sojamilch im Vergleich

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Kürbissuppe und Reismilch. Rezepte siehe oben.

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Ein fruktosearmer, laktosefreier Green-Smoothie aus Banane, Spinat, Avocado und Ingwer

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Die extrem leckeren Okara-Laibchen (Rezept siehe oben)

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Den And Soy Maker kannst du im Onlineshop des Herstellers kaufen...


 Hinweis: Für diesen Produkttest wurden uns die Produkte vom Hersteller kostenlos zur Verfügung gestellt.