Schriftgröße: +

Das Fazit – 90 Tage ohne Zucker

Was passiert, wenn man mehr als drei Monate auf Zucker verzichtet? Jede Menge, wie wir am eigenen Leib erfahren durften. Unsere Challenge steckte voller Überraschungen, einiger Enttäuschungen und jede Menge erstaunlicher Erkenntnisse. Lest hier unsere 5 Highlights des Experiments.

1. Zuckerfrei leben ist einfacher, als du denkst!

Gleich eine kleine Sensation vorab: Im Fortlauf unseres Experiments haben wir uns so dermaßen an den zuckerfreien Lebensstil gewöhnt, dass wir völlig die Zeit vergessen hatten. Und so wurden aus den geplanten drei Monaten ohne zugesetzten Zucker ganze vier Monate. Zur Erinnerung: Hier schreiben zwei Menschen, die sich ein Leben ohne (zugesetzten) Zucker bzw. ohne Süßstoffe wie Stevia vorher nur schwer vorstellen konnten. Stichworte: Frühstückskaffee, Schokolade und Co. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten und vereinzelten Pannen ging uns die neue Ernährungsweise irgendwann wie von selbst in Fleisch und Blut über.

2. Zucker versteckt sich gern

Eines setzt das Leben ohne zugesetzten Zucker aber voraus: Den Willen, sich intensiver mit seinen Lebensmitteln zu beschäftigen. Denn besonders in industriell verarbeiteten Speisen verstecken sich oft Unmengen an Zucker. Er ist Zutat für Brot, Tiefkühlpizza, Gemüsegerichte, Saucen, Salatdressings, Knabbereien – die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Besonders fies: So genannte Light-Produkte sind oft wahre Zuckerbomben. Da das Fett als Geschmacksträger fehlt, kompensiert die Industrie das mit jeder Menge Zucker. Das machen die Hersteller mitunter sehr geschickt. 122 verschiedene Bezeichnungen für Zucker haben wir gefunden. Das macht es oft schwierig, zu erkennen wie viel Zucker ein Produkt tatsächlich enthält. Und noch einen Trick hat die Nahrungsmittelindustrie auf Lager. Mit blumigen Formulierungen wie „ mit natürlicher Süße“, „mit wertvollem Honig“ oder „mit Fruchtzucker gesüßt“ soll den Verbrauchern ein gesundes Image verkauft werden.

3. Zucker ist Zucker

90 tage ohne zucker challengeDabei ist es unserem Körper per se egal, woher der Zucker kommt. Ob Rübe, Rohr, Obst oder Bienenwabe: Zucker bleibt Zucker. Unsere Organe können schließlich nicht lesen und verstoffwechseln Agavendicksaft ganz gleich wie Kandiszucker. Und die in Früchten enthaltene Fructose? Die ist in ihrer natürlichen „Verpackung“, also der ganzen Frucht, selbstverständlich kein Dickmacher. Führen wir sie allerdings in konzentrierter Form unserem System zu, kann es problematisch werden. Anna-Maria hatte sich im Rahmen unseres Experiments von ihren geliebten Smoothies und Säften verabschiedet – und dabei jede Menge Zucker einsparen können.

4. Zu viel Zucker macht dick und krank

Im Laufe der letzten Wochen haben wir viel gelesen, recherchiert und mit Experten gesprochen. Uns war vorher nicht bewusst, welchen Einfluss übermäßiger Zuckerkonsum auf die Gesundheit haben kann. Die Wissenschaft forscht fleißig zur Rolle von Zucker bei der Entstehung von Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Karies, Herz-Kreislauf-Problemen und Krebs. Vom jetzigen Wissenstand aus können wir annehmen, dass bis zu 25 Gramm zugesetzte Ein- und Zweifachzucker pro Tag unbedenklich sind. Der Durchschnittsbürger isst aber in der Regel deutlich mehr, im Durchschnitt 60 bis 90 Gramm. Wir selbst haben bemerkt: Weniger Zucker = weniger Gewicht. Fast 6 bzw. 4 Kilogramm haben wir in den letzten Wochen abgespeckt. Ganz ohne zusätzliche Diät oder mehr Sport. Michaels Hoffnung, seine Fettleber würde sich zurückbilden, haben sich nicht erfüllt. Im Ultraschall ließen sich keine messbaren Veränderungen feststellen. Unser Internist meinte, dass sich an der Fettleber zeitlebens auch nicht viel ändern würde. Aber: Michael solle unbedingt an der weitgehend zuckerfreien Ernährung festhalten, ansonsten würde er früher oder später Diabetiker werden. Mehr zu unseren persönlichen Erfahrungen lest ihr morgen im nächsten Blog.

5. Wir leben in einer Zuckerwelt

Was wären Feiertage ohne Zucker? Könntet ihr euch einen Geburtstag ohne Kuchen, ein Weihnachtsfest ohne Plätzchen oder einen Urlaub ohne Cocktail vorstellen? Wir auch nicht. Auch wenn wir es versucht haben. Bei besonderen Anlässen haben wir schnell bemerkt: Zucker ist wie Alkohol ein sozialer Kitt, ein gesellschaftlich akzeptiertes Genussmittel. Das noch dazu mit jeder Menge Emotionen aufgeladen wird. Manchmal riefen die Reaktionen auf unser Experiment recht heftige Emotionen hervor. Beleidigte Tanten, die sich ja so viel Mühe beim Tortenbacken gegeben hatten, fiese Freundinnen, die uns weißmachen wollten, dass Schokolade ein unverzichtbarer Seelentröster sei oder verständnislose Kellner, die uns nicht beantworten wollten, ob im Salatdressing nun Zucker drin sei, oder eben nicht. Zucker genießt immer noch ein hervorragendes Image. Doch die Fakten sprechen nun leider einmal gegen die sündige Süße. Und wer weiß, vielleicht greifen wir uns in zehn Jahren an den Kopf und wundern uns, wie wir damals nur so viel Zuckriges essen konnten.

Persönliches Fazit

Morgen lest ihr unsere persönlichen Schlussfolgerungen. Wie hat euch unser Selbstversuch gefallen, habt ihr noch Fragen? Wir freuen uns über eure Nachricht direkt hier in dem Kommentaren oder gerne auch unter dem Hashtag #zucker90 oder #nmiportal in den sozialen Medien.

Bewerte diesen Beitrag:
#zucker90 - persönliches Fazit
Darmfloratests im Test

Ähnliche Beiträge

 

Kommentare

Derzeit gibt es keine Kommentare. Schreibe den ersten Kommentar!
Werbung was ist das
Werbung was ist das

Buchempfehlung

Werbeinformation

Buchempfehlungen

Werbeinformation

nmi-Qualität

nmi siegel links webWir befolgen strenge Kriterien, um die Qualität unserer Artikel sicher zu stellen. Klicken Sie auf das Siegel um mehr zu erfahren.

Google+ Profil der Redaktion
Das nmi-Portal auf Google+

Zum Seitenanfang