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Cholesterin und Ei - eine Freundschaft

Wie kam es zum 3-Eier-Tipp?

Ein Hühnerei allein enthält bereits 300 mg Cholesterin, was über dem Tagesbedarf eines Erwachsenen liegt (240 mg). Da erscheint die Empfehlung nur logisch, nicht jeden Tag ein Ei zu essen, wenn der Cholesterinwert runter soll. Um das Ei nicht komplett zu verbieten, einigte man sich auf maximal 3 Eier in der Woche. Immerhin sind Eier zu gesund, um sie generell aus dem Speiseplan zu streichen.

Mehr als drei Eier schaden nicht

Erst jüngst belegen immer mehr medizinische Studien, dass die „Cholesterinbombe Ei“ doch keine ist. Zumindest lassen Eier den Cholesterinwert nicht ansteigen. Und nicht nur das. Täglich ein Ei genossen und sogar darüber hinaus reduziert das Risiko des sogenannten metabolischen Syndroms. Dazu zählt man im wesentlichen typische Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte (Cholesterin und Triglyzeride), Diabetes oder Gicht. Zu dieser Erkenntnis kam z.B. eine koreanische Studie an mehr als 130.000 Probanden!*

Die Rechnung ohne Lecithin gemacht

Warum können wir also getrost empfehlen, auch 5, 6 oder sogar 10 Eier in der Woche zu essen? Lecithin heißt der „Wunderstoff“ im Ei. Es sorgt dafür, dass nur ein Teil des Cholesterins im Ei vom Darm in den Körper gelangt. Außerdem erhöht Lecithin das HDL, das wiederum eine gefäßschützende Wirkung hat und somit das Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko senkt. Vom antientzündlichen Effekt von Lecithin ganz zu schweigen.

Was Eier noch so drauf haben

Als tierischer Eiweißlieferant besitzt das Ei eine hohe biologische Wertigkeit (BW). Das heißt, der Körper kann das enthaltene Eiweiß gut nutzen. Die BW von Eiern ist mit 100 definiert. Bohnen schaffen es nur auf 72, Kartoffeln auf 65. Kombiniert man bestimmte Lebensmittel, kann man die BW so richtig nach oben bringen. Die höchste BW erreicht man mit Kartoffeln und Ei, nämlich 136. Milch und Weizenmehl 125, Milch und Ei 119. Deshalb sind Tiroler Gröstl mit Spiegelei, Palatschinken oder Kaiserschmarren optimale Speisen nach dem Sport, weil sie die Muskeln schnell

Tiroler Groestl

regenerieren können.

So kann man die Frische testen

Gibt man eine Ei in ein mit Wasser gefülltes Glas, lässt sich an der Lage des Eies ausmachen, wie frisch es ist. Bleibt es am Boden, ist es frisch. Steigt es mit dem stumpfen Ende etwas nach oben, ist es wohl noch genießbar, aber schon einige Wochen alt. Eier, deren stumpfes Ende aus dem Wasser ragt, sollten nicht mehr gegessen werden. Übrigens sind Eier länger haltbar, wenn man sie mit der Spitze nach unten im Kühlschrank lagert.

Wie erkennt man Bioqualität beim Ei?

Jedes Ei, das in Österreich verkauft wird, muss gekennzeichnet werden. Herkunft und Tierhaltung müssen erkennbar sein. Am einfachsten orientieren Sie sich am Stempelabdruck direkt auf der Eierschale.

Beispiel: 0 - AT - 46798431

0 = Biologische Landwirtschaft (1 = Freilandhaltung, 2 = Bodenhaltung, 3 = Käfighaltung)
AT = Österreich
46798431 = landwirtschaftlicher Betrieb

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Egg consumption and cardiovascular disease according to diabetic status: The PREDIMED study, Díez Espino J et al., University of Navarra-School of Medicine, 2016 (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27448949)

*Egg Consumption and Risk of Metabolic Syndrome in Korean Adults: Results from the Health Examinees Study, Shin S, Lee HW, Kim CE5, Lim J, Lee JK, Lee SA, Kang D, Institute of Environmental Medicine, Seoul National University Medical Research Center, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28671590

www.medicoconsult.de

 

Copyright

© Bilder: Fried potatoes with bacon and onions and fried egg - Mirko Graul / Shutterstock.com | cooking eggs from three eggs in the pan - Roman50 / Shutterstock.com

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