Anna-Maria's Blog

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60 Tage ohne Zucker

Anna-Maria

Ich muss zugeben, ich hätte mir etwas mehr erwartet. Oder besser gesagt, weniger. Auf der Waage nämlich. Denn während sich bei Michael in Sachen Kilos ordentlich was getan hat, „tröpfelt“ es bei mir nur so dahin. Will heißen: In den acht Wochen fast ohne Zucker habe ich „nur“ 3 Kilogramm abgenommen. Süßigkeiten, Kuchen, Smoothies, Säfte und Fertigprodukte habe ich fast gänzlich von meinem Speiseplan gestrichen. Aber vielleicht muss man es so sehen: Ich habe nicht wirklich an den Stellrädchen meines Lebensstils geschraubt, sondern eben nur auf den Zucker verzichtet. Und das allein brachte in zwei Monaten drei Kilo. Und: Da wir ja bis zu 25g zugesetzten Zucker pro Tag essen „dürfen“, ist ab und an auch eine kleine Sünde drin. Zum Beispiel ein Glas Wein unter der toskanischen Sonne oder ein kleines Stück Zitronentorte in Florenz. Saß ich die ersten Tage noch schmollend angesichts der ganzen Verführungen beim Abendessen, habe ich dann beschlossen, nicht allzu hart mit mir ins Gericht zu gehen. Denn ganz ohne Dolce Vita geht’s im Urlaub schließlich auch nicht. Außerdem habe ich die Lust am Kochen entdeckt. Und einen neuen besten Freund: Die Gemüsereibe. Die 20 Euro waren gut investiertes Geld, das gute Stück aus Edelstahl kommt fast täglich zum Einsatz. Hier habe ich für euch mein Lieblingsrezept aufgeschrieben:

Eine Schüssel voller Vitamine

Das Rezept ist: laktosefrei, glutenfrei | Fruktose: In Dauerernährung bei guter Verträglichkeit des Gemüses möglich

Zutaten

3 große Möhren (Karotten)
1 Zucchini
1 Avocado
eine Handvoll Blaubeeren
eine Handvoll Sonnenblumenkerne oder Kürbiskerne
etwas Zitronensaft
Apfelessig (Balsamico wenn keine Fruktoseintoleranz vorliegt)

Zubereitung

Karotten und Zucchini mit der Gemüsereibe raspeln. Avocado mit einer Gabel zerdrücken und untermischen. Blaubeeren und Sonnenblumenkerne drüberstreuen, mit einigen Spritzern Zitronensaft und Essig nach Geschmack marinieren, einige Minuten durchziehen lassen, fertig!

Michael

Ich bin nach zwei Monaten positiv überrascht. Ich habe schon 6kg weniger, mein Gewicht reduziert sich merklich. Mein Bauchumfang blieb aber gleich, was mich schon etwas wundert. Ich fühle mich insgesamt wohler, habe deutlich mehr Energie und beim Sport merke ich, dass sich meine Ausdauer gesteigert hat. Außerdem habe ich weniger Hunger. Zum einen tagsüber, aber vor allem auch nach dem Sport. Kam ich früher extrem hungrig nach den Kraftsporteinheiten aus dem Fitnessstudio oder nach dem Mountainbiken zurück, dauert es heute manchmal 1 Stunde, bis ich etwas esse. Und ich habe die Eiweißshakes eingestellt, weil ich mit den Mahlzeiten, die mir Alex im eat4fun-Konto erstellt hat, locker auskomme.

Ich muss aber dazu sagen, dass ich wirklich peinlich genau auf mein Essen achte und sechs mal in der Woche Sport treibe. Ich habe keine Ausnahmen gemacht, komme pro Tag nur auf maximal 6g zugesetzten Zucker, manchmal sogar auf 0g. Ich habe nur einmal in den 60 Tagen ein halbes Kuchenstück gegessen, dabei aber auf die Zuckermenge geachtet und kam an dem Tag trotzdem nur auf 12g zugesetzten Zucker. Ich habe nicht einmal Süßstoffe oder irgendetwas mit Süßstoffen gesüßtes gegessen, keinen Alkohol getrunken.

Ich glaube nicht, dass ich diesen für mich doch recht extremen Lebensstil nach den 90 Tagen weiterführen werde. Ich denke, ich werde ein gesundes Mittelmaß finden, denn die zuckerfreie Lebensweise gefällt mir und ich habe sie mittlerweile so gut intus, dass ich ohne groß nachzudenken mein Essen zubereite. Ich finde es vor allem super, dass ich nicht dauernd Hunger habe. Das war lange Zeit mein Problem: Kaum mit dem Essen fertig, bekam ich schon wieder Hunger. Ich werde aber sicher mal wieder einen Kaugummi kauen oder ein Bier trinken. Ich werde aber sicher nie wieder meinen Kaffee mit Stevia süßen oder Cola light trinken. Ganz einfach: Weil ich es nicht brauche. Richtig spannend wird es bei mir aber erst in 30 Tagen, wenn wir beim Internisten die Leber kontrollieren. Denn mein Ziel war ja: „Tschüss Fettleber!“.

Insofern ist mein Fazit nach 60 Tagen: Ich bin zufrieden und positiv überrascht. Ich bin noch nicht am Ziel, aber ich bin ihm schon ein bisschen nähergekommen. Und: Ich bin überrascht wie leicht es ist, zugesetzte Zucker und Süßstoffe zu vermeiden.

 

In diesem Sinne: Wir freuen uns auf die letzten 30 Tage ohne zugesetzten Zucker und sind gespannt, was am Ende des Experiments auf der Waage und den Blutbefunden steht. Hab ihr Fragen, Anregungen oder Ideen? Schreibt uns! Ihr erreicht uns auch in den sozialen Netzwerken mit dem Hashtag #zucker90

 

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Darf ich vorstellen: Dr. Facebook
Fruchtzucker und seine Folgen

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Kommentare 1

Biene am Freitag, 07. Juli 2017 10:43

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