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Sorbitgehalte und Tabelle

Der Zuckeraustauschstoff Sorbit verbirgt sich in der Zutatenliste hinter der E-Nummer E420.

Es gibt noch andere E-Nummern die aus Sorbit und Fettsäuren hergestellt wurden. Das sind E432, E433, E434, E435 und E436. Diese Polysorbate sind per se nicht für Sorbitintoleranz relevant, aber Verbraucherschützer raten vor dem Verzehr ab, da die Aufnahme von fettlöslichen toxischen Stoffen erhöht werden kann. Auch die Aufnahme anderer Stoffe kann gestört werden. Möglicherweise sind diese Polysorbate daher bei Sorbitintoleranz schlechter verträglich (Studien hierzu fehlen aber noch). Die E-Nummern E 491 bis E 496 können aktuell nicht bezüglich ihrer Verträglichkeit eingeschätzt werden. E 202 und E 203 (Kalium- und Kalziumsorbat) gelten hingegen als unbedenklich. Am besten du testes aus, was du verträgst, da die Wissenslage diesbezüglich noch sehr gering ist.

Sorbit in der Natur

Auch in natürlichen Produkten kommt Sorbit vor. Hier vor allem in Trockenfrüchten, der Frucht der Eberesche, in Birnen, Pflaumen, Äpfeln, Aprikosen, Pfirsichen und Rosinen.

Bei einer Sorbitunverträglichkeit sollte man weiters Getränke wie Wein (rot und weiß, je ca. 2-6 mg / 100 ml) und Bier (Lagerbier, 2 mg / 100 ml) meiden.

In folgender Tabelle sind die Lebensmittel angegeben, bei denen der Sorbitgehalt gemessen wurde. 2015 haben wir unsere nmi-Datenbank gestartet. Du kannst in dieser Datenbank gezielt nach sorbit-freien Nahrungsmitteln suchen.

LebensmittelSorbit (g/100g)

Weißbier

0,0020

Heidelbeere (enthält Xylit)

0,0040

Himbeere

0,0090

Johannesbeernektar schwarz

0,0200

Erdbeere

0,0300

Trauben

0,2000

Apfel

0,5100

Apfelsaft

0,5600

Aprikose (Marille)

0,8200

Marille (Aprikose)

0,8200

Rosine

0,8500

Pfirsich

0,8900

Sauerkirsche, Weichsel

0,9000

Dattel getrocknet

1,3500

Pflaume

1,4000

Kirsche, Süßkirsche

1,6000

Birne

2,1700

Apfel getrocknet

2,4900

Aprikosen getrocknet

4,6000

Marillen getrocknet

4,6000

Pfirsich getrocknet

5,3300

Pflaume getrocknet

6,5700

Quellen u.a.
Souci-Fachmann-Kraut, Lebensmitteltabelle für die Praxis, 3. Auflage
nmidb.de
Ledochowski, M; "Patienteninformationsblatt Sorbitintoleranz", 2001

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nmiadmins Avatar
nmiadmin antwortete auf das Thema: #9111 7 Monate 3 Wochen her
Hallo! Danke für den Hinweis. Der Artikel wartatsächlich schon etwas "veraltet".
Wir haben den Text geändert und entsprechend klarer gemacht.

Wir haben auch die nmidb.de Seite verlinkt, wo ihr gezielt nach sorbitfreien Nahrungsmitteln suchen könnt.
Otto21629s Avatar
Otto21629 antwortete auf das Thema: #9110 7 Monate 3 Wochen her
Im Text oberhalb der Tabelle wird gesagt, dass die Zusatzstoffe E 432 - 436 Sorbit enthalten. Das ist jedoch nicht richtig: Sorbit (identisch mit Sorbitol) ist ein Zuckeralkohol, die anderen dort genannten Zusatzstoffe (z.B. Polyoxyethylen-sorbitan-tristearat) sind weder damit identisch noch enthalten sie Sorbit, auch wenn Bestandteile des Namens ähnlich sind. Auch Sorbat (bekannt z.B. als Kaliumsorbat, das ist ein Konservierungsmittel) sollte nicht mit Sorbit verwechselt werden.
Dem Sorbit sehr ähnlich sind jedoch andere Zuckeralkohole, z.B. Mannit (E 421), Maltit (E 965), Xylit (E 967), Inosit und Isomalt (E 953).

Nachdem bei mir eine Sorbitintoleranz festgestellt wurde, habe ich konsequent alle Zuckeralkohole gemieden, und nach kurzer Zeit hatte ich keine Beschwerden mehr. Problematisch ist jedoch, dass es Lebensmittel gibt, in deren Inhaltsstoffliste der Sorbitgehalt nicht angegeben wird.
Beispiele:
Fertig paniertes Fleisch (oder Fisch) wird maschinell paniert. Damit die Düsen nicht verstopfen, wird Sorbit zugesetzt um die Rieselfähigkeit zu erhalten. Das gilt auch für z.B. Röstzwiebeln.
Erdbeer-Rhabarber-Konfitüre (ALDI) enthält Erdbeeren, Rhabarber und Geliermittel. Nichts weiter. Es gibt aber auch Hersteller, die Traubensaft (sorbithaltig!) zusetzen. Dennoch steht nur „Erdbeer-Rhabarber-Konfitüre” auf dem Etikett. Den Traubensaft findet man dann auf der Rückseite im Kleingedruckten.
Es scheint eine Grenze zu geben, unterhalb derer man den Sorbitgehalt (oder den Zusatz von bestimmten Fruchtkonzentraten) nicht angeben muss. Jeder kennt wahrscheinlich den Text: „Ohne Konservierungsstoffe*” mit der Erklärung des Sternchens an möglichst unauffälliger Stelle: * lt. Gesetz. Das bedeutet, es sind Konservierungsstoffe drin, jedoch knapp unterhalb der Deklarationsgrenze.
Ich habe damit schon unangenehme Erfahrungen gemacht. Viele (fertige) Salatsoßen enthalten Sorbit, ohne dass es angegeben wird. Gute Erfahrungen habe ich mit der „Sylter Salatfrische” gemacht.
In vielen Restaurants ist die Substanz völlig unbekannt. Auf Nachfrage kommt oft die Frage, was Sorbit denn eigentlich ist. Man muss dann beharrlich sein - zumindest der Küchenchef sollte wissen, was in seinen Speisen drin ist. Aber es ist auch schon vorgekommen, dass mir gesagt wurde, sie hätten darauf geachtet, dass beim Menü kein Sorbet dabei ist :unsure: - es kommt eben auf jeden Buchstaben an (siehe ganz oben).

Wein: Der Sorbitgehalt in Weintrauben variiert. Nachdem ich wusste, worauf meine Beschwerden zurückzuführen sind, habe ich Wein zunächst völlig gemieden. Ich habe dann den Besitzer eines Bio-Weinguts am Kaiserstuhl auf das Problem angesprochen. Er wollte sich informieren und hat mich dann nach 3 Wochen angerufen: Die Winzergenossenschaft hat ihm nach einer Laboranalyse bestätigt, dass in seinem Wein kein Sorbit enthalten ist.
Bienes Avatar
Biene antwortete auf das Thema: #8843 1 Jahr 1 Woche her
Erbsen haben kein Sorbit ( www.nmidb.de/link/czh-b24c5 )
BEim rest weiß ich es nicht.
bücherbibbis Avatar
bücherbibbi antwortete auf das Thema: #8842 1 Jahr 1 Woche her
Hallo

Weiß jemand ob man Kakao trinken darf bei einer Sorbitunverträglichkeit?
und darf man mais und erbsen essen ?
lg
vonderWelles Avatar
vonderWelle antwortete auf das Thema: #8315 1 Jahr 8 Monate her
Könntet ihr hier nicht auch mal eine Tabelle zum downloaden einstellen?

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