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Gibt es einen Zusammenhang zwischen Allergien und Unverträglichkeiten?

In einer Studie konnte eine Häufung von Allergien bei Patienten mit Nahrungsmittel-Intoleranzen festgestellt werden.  Dabei wurde festgestellt, dass Patienten mit Nahrungsmittel-Intoleranz etwa doppelt so häufig eine Allergie diagnostiziert haben (Bild siehe ganz unten).

Etwa 15% der Deutschen leiden an Heuschnupfen, aber 33,5% der Laktoseintoleranten, Fruktoseintoleranten und Histaminintoleranten in der Studie gaben zusätzlich zur Intoleranz eine Pollenallergie an. Auch Kontakt- und Hausstaubmilbenallergien (normalerweise etwa 10% der Bevölkerung) wurden mit ca. 22% etwa doppelt so häufig angegeben.

Diese deutlich erhöhten Allergien können zum einen auf eine bessere medizinische Abgeklärtheit bei Intoleranzpatienten, aber auch auf einen bisher möglicherweise unbekannten physiologischen Zusammenhang zurück geführt werden.

Wichtig ist dies vor allem deshalb, weil diese Allergien die Symptome der Intoleranzen verstärken, beziehungsweise zusätzliche Symptome verursachen können. Außerdem kommt es bei diesen Allergien oft zu Kreuzreaktionen mit Nahrungsmitteln. Daher sollen Patienten mit Intoleranzen auch einen entsprechenden Allergiecheck machen lassen.

Tabelle mit Kreuzreaktionen die bei Intoleranzpatienten wichtig sein könnten

Das Vorkommen der jeweiligen Kreuzreaktionen geben wir an mit häufig (mehr als 50%), manchmal (10%-50%) und selten (weniger als 10%). Die Tabelle ist keinesfalls eine vollständige Tabelle von Kreuzreaktionen, sondern zeigt, worauf vor allem Patienten mit Nahrungsmittelintoleranzen wie Laktoseintoleranz, Fruktoseintoleranz oder Histaminintoleranz achten sollten.

AllergieauslöserMögliche KreuzreaktionHäufigkeit der Kreuzreaktionen

"Heuschnupfen"

 
Birkenpollen Kern- und Steinobst (z.Bsp: Apfel, Pfirsich, Kirsche); auch Kiwi, Feige, Sellerie, Soja, Karotte und Nüsse häufig
Gräserpollen Tomate, Getreide, Hülsenfrüchte; Erdnuss, Soja selten
Beifußpollen Sellerie, Karotte, Kamille, Gewürze (z.Bsp. Anis, Koriander, Kümmel oder Zimt) selten

Kontaktallergien

 
Latex Avocado, Banane, Feige, Paprika, Kiwi; "Gummibaum" (Ficus benjaminus) manchmal
Nickel - keine Daten zu Kreuzraktionen vorhanden -  

Nahrungsmittel

 
Kuhmilch Ziegenmilch, Rindfleisch Ziegenmilch häufig, Rindfleisch selten
Erdnuss Linsen, Erbsen, Soja und anderen Lupiniengewächse selten
Melonen Avocado, Banane manchmal
Nüsse Rosengewächse wie z.Bsp. Apfel, Birne, Pfirsich, Marille (Aprikose), Kirsche oder Pflaume, sowie Erdbeere, Himbeere oder Mandel  

Milben und Tierhaare/schuppen

 
Hausstaubmilbe Krustentiere selten
Katzenepithelien Schweinefleisch selten
Vogelfedern Ei manchmal

Allergie-prävalenz-häufigkeiten

Quellen:
Zechmann, M., "Studie Verträglichkeitsindex intestinale Fruktoseintoleranz und Histaminintoleranz", unpubl. (2012)
Deutscher Allergie und Asthmabund; http://www.daab.de/; abgerufen Oktober 2012
Zechmann, M.; Masterman, G.; "Nahrungsmittel-Intoleranzen: Erste Hilfe beid er Diagnose", Berenkampverlag, 2012;
Patientenbroschüre "Heuschnupfen" von ALK (http://www.alk-abello.com)

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