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Wie entwickelt sich eine Nahrungsmittelallergie?

Allergien sind Krankheiten, die vom Immunsystem des Körpers ausgehen. Um sich selbst zu schützen, versucht der Körper mit Hilfe des weißen Blutsystems die Fremdstoffe zu erkennen und abzuwehren.

Bei einer Nahrungsmittelallergie (Lebensmittelallergie) erkennt das Abwehrsystem bestimmte eigentlich ungefährliche Nahrungsbestandteile als fremd, klassifiziert sie als gefährlich und setzt somit  einen Abwehrprozess in Gang. Er bildet eine große Menge an Antikörpern (meist Typ IgE), welche sich dann an bestimmte Zellen binden und so zur Bildung von Histamin und anderen Gewebshormonen anregen.

Allergie-wie-ensteht-sie-beim-menschenWarum erkennt der Körper ein ungefährliches Nahrungsmittel als gefährlich?

Das Abwehrsystem des Körpers merkt sich "alles für immer". Wenn es einmal etwas gelernt hat, so vergisst es dies nicht mehr. Das ist vorteilhaft bei manchen Erkrankungen wie zum Beispiel Masern. Einmal gesundet bleibt man sein Leben lang immun gegen das abgewehrte Virus. Ist jedoch auf Grund einer Fehlinformation oder bestimmten umweltbedingten Vorgängen ein Bestandteil eines Nahrungsmittels als gefährlich erkannt worden, so wird dies in Zukunft dauerhaft abgewehrt, es kommt zu einer allergischen Reaktion.

Pollenassoziierte Nahrungsmittel-Allergie

Manche Nahrungsmittelallergene sind einigen Pollenallergenen sehr ähnlich, weshalb ein Pollenallergiker früher oder später auch auf Nahrungsmittel reagieren kann. Diese Kreuzreaktionen haben wir in einer eigenen Tabelle zusammengefasst. Am häufigsten finden sich die Allergien bei Birkenpollenallergikern (bzw. Baumpollen) und gegen Äpfel oder Nüsse. Aber auch Gräserpollenallergiker können gegen bestimmte Nahrungsmittel Allergien entwickeln.

Pollenassoziierte Nahrungsmittel-Allergien treten immer häufiger auf, was zum Teil auch an der Klimaerwärmung liegt. Die Blühsaison der Bäume beginnt früher und dauert länger an, d.h. wir sind länger mit den Pollen konfrontiert. Durch die schlechten Luftverhältnisse sind die Bäume gestresster (ja, auch Pflanzen haben Stress) und setzen dadurch mehr der Stress-Eiweiße frei, auf die die Allergiker reagieren. D.h. eine Birke im Stadtzentrum ist allergieauslösender, als eine Birke im sauberen und ruhigen Wald.

Quellen
Buchart, K. "Gut leben mit Nahrungsmittelallergien", Löwenzahn Verlag, 2008

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