Die Kürbisse (Cucurbita, Familie der Kürbisgewächse Cucurbitaceae), zählen botanisch gesehen zu den Beerenfrüchten.
Die Geschichte des Kürbis
 getrocknete Flaschenkürbisse werden in Afrika (hier Äthiopien) als Schalen verwendet Im 16. Jahrhundert wurden die Speisekürbisse von den Portugiesen nach Europa und China gebracht. In Südamerika und Afrika hat der Kürbis eine über 8000 Jahre alte Tradition. Wobei in Amerika der Speisekürbis und in Afrika der Flaschenkürbis beheimatet war. Die hartschaligen Früchte der Flaschenkürbisse heißen auch Kalebassen und werden als Vorratsbehälter, Trinkgefäße, Tabak-Pfeifen oder zur Herstellung von Musikinstrumenten verwendet.
Im neuen Europa galten Speise-Kürbisse lange Zeit als "Arme-Leute-Essen" oder wurden als Viehfutter verwendet. Seit einigen Jahren hält der Kürbis vermehrt Einzug in die Spitzengastronomie und die gesunde Küche. Mittlerweile existieren an die 800 verschiedene Sorten.
Zweckmäßig ist die Einteilung in Zier- und Speisekürbisse Hokkaido Kürbis Zu den Speisekürbissen zählen unter anderem die aus Japan stammenden Hokkaidokürbisse, Zucchini, Spaghettikürbisse, Butternutkürbisse, Muskatkürbisse, Moschuskürbisse, Türken-Turban, Bischhofsmütze und Mini-Patisson.
Daneben gibt es auch die so genannten Flaschenkürbisse, diese gehören jedoch nicht zu den echten Kürbissen der Gattung Cucurbita, sondern zur Gattung Lagenaria.
Auch der Halloween Hype, der derzeit aus den USA nach Europa kommt, trägt nicht unwesentlich zur Verbreitung der Speisekürbisse bei.
Inhaltsstoffe der Kürbisse
Kürbisse sind reich an Vitaminen der Gruppen A, C, D und E. Darüber hinaus enthalten sie Kalium, Kalzium und Zink. Kürbisse stärken das Immunsystem, fördern die Verdauung und hemmen Entzündungen im Körper. Sie sind für Diäten geeignet, da sie 91 Prozent Wasser enthalten und nur circa 24 kcal pro 100 Gramm haben.
Kürbisse sind somit bei allen Nahrungsmittelunverträglichkeiten gut verträglich. Lediglich der hohe Fruktosegehalt sollte bei einer Fruktoseunverträglichkeit beachtet werden, stellt aber normalerweise wegen des hohen Glucosegehaltes keine Gefahr dar.
Hauptbestandteile in 100g essbarem Anteil
Wasser: 91g
Fett: 0,1g
Eiweiß: 1,1g
KH: 4,6g
org. Säuren: 0,2g
Ballaststoffe: 2,2g
Mineralstoffe: 0,8g
ausgewählte einzelne Inhaltsstoffe 100g essbarem Anteil:
Fruktose: 1320mg
Glucose: 1500mg
Histidin: 17mg
Natrium: 3mg
Kalium: 305mg
Zink: 200µg
Eisen: 800µg
Purine: 45mg
(Quelle:
Souci-Fachmann-Kraut, Lebensmitteltabelle für die Praxis, 3. Auflage)
Kürbisse kochen
 Hokkaido Kürbis gewürfelt Kürbisse sollten generell eher leicht köcheln oder auch nur dünsten. Je nach Größe der Stücke reicht meist eine Garzeit von 10-15min.
manche Kürbisse können auch paniert oder natur gebacken werden.
Einige Sorten eignen sich auch für die Zubereitung von süßen Speisen.
Kürbisse kaufen und lagern
Kürbisse sollten immer frisch ausschauen. Sie dürfen keine Druckstellen oder verfärbte Flecken haben. Wenn man auf einen Kürbis klopft, dann sollte er hohl klingen, denn dann ist er reif.
Dier Lagerung ist recht einfach: kühl und trocken.
Die Aufbewahrung in einem dunklen trockenen und kühlen Keller ist ideal. Ein Kürbis kann dann 3-4 Monate frisch bleiben. Einmal angeschnitten, sollte der Kürbis in Folie gewickelt werden und innerhalb der nächsten 3 Tage aufgebraucht werden. Immer nur die Kerne des Stücks entfernen, das man verwendet. Das unverwendete Stück sollte mit kernen aufbewahrt werden, dann bleibt es länger frisch.
Kürbis Rezepte
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Kürbis Sorten
 Long White Bush Kürbis Hokkaido
- süßlicher, maroniartiger Geschmack, oranges Fruchtfleisch
- geeignet für: Gulasch, Suppen, Sugo, Gemüse, Püree, Aufläufe, Kompott, Süßspeisen
Long White Bush
- neutraler Geschmack, weißes Fruchtfleisch
- geeignet für: Füllungen, Gemüse, Suppen, Süßspeisen, zum Einmachen
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