Diagnose & Behandlung

Diagnose und Behandlung einer Nahrungsmittel-Allergie

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Wie wird die Nahrungsmittelallergie diagnostiziert?

Wenn Du den Verdacht einer Allergie hast, kann es Deinem Arzt bei der Diagnose helfen, wenn Du ein Ernährungs-Tagebuch mitbringst.

Bluttest

Bei einem Bluttest kann der IgE-Wert ermittelt werden. Ist dieser sehr hoch, so besteht der verdacht auf eine Allergie. Der IgE-Wert kann aber auch aus anderen Gründen erhöht sein, weshalb eine genauere Untersuchung von Nöten ist.
Der RAST (Radio-Allergo-Sorbent-Test) ist einer der häufigsten Tests. Mit nur wenigen Tropfen Blut kann die RAST-Klasse (0-5) bestimmt werden, wobei ab einem Wert von 3 eine Allergie wahrscheinlich ist. 100%-ig kann auch dieser Test nicht Aufschluß geben.

Hauttest - PRICK

Allergie-Diagnose-Behandlung-laborwerteHier werden Allergenextrakte der Lebensmittelgruppen in die leicht eingeritzte Haut des Unterarmes oder Rückens gegeben. Nach ca. 15min kann man dann an Hand der Hautrötung auf Allergien schließen.
In den letzten Jahren hat sich der PRICK-to-PRICK Test immer mehr etabliert. Hier werden dann spezifische Nahrungsmittel in nativer Form in die Haut eingebracht, um eine genauere Klassifizierung der Allergie durchzuführen.

Orale Provokation

Es ist dringend davon abzuraten im Selbsttest Substanzen zu verzehren bei denen man den Verdacht hat allergisch zu sein! So ein Selbsttest kann zu lebensbedrohlichen Zuständen führen!

Behandlung der Nahrungsmittelallergie

Das allergieauslösende Lebensmittel sollte selbstverständlich gemieden werden!

Die Allergie kann medizinisch nicht geheilt werden, man kann aber die Symptome lindern indem man z.Bsp. Antihistaminika zu sich nimmt. Ist schon einmal eine Schockreaktion oder andere lebensbedrohliche Situation aufgetreten, sollte man immer ein Adrenalin-Selbstinjektionsgerät bei sich tragen.

Symptome und Diagnose einer Nahrungsmittelallergie

  • Juckende Haut, Ausschlag, Schwellung
  • kitzelndes Gefühl in der Mundhöhle und auf den Lippen
  • Rinnende Nase
  • Schwellungen an Lippen und Gesicht
  • Magenkrämpfe, Durchfälle, Erbrechen
  • Schwellung des Kehlkopfes, Asthma, Atemnot
  • Blutdruckabfall
  • Manchmal kann es auch zu einer Schockreaktion (anaphylaktischer Schock) kommen. Dieser ist lebensbedrohlich und muss notärztlich behandelt werden.

Vorbeugung gegen Allergien

Als Erwachsener kann man keine präventiven Maßnahmen mehr setzen. Dies ist nur bei Kindern möglich, deren Immunsystem noch im Lernprozess ist. Doch auch hier gibt es keine Garantie, lediglich ein paar Verhaltensregeln die die Wahrscheinlichkeit einer späteren Allergie verringern:

  • Stillen bis zum 4.-6. Monat
  • Gabe von hydrolisierter Babynahrung
  • Vermeidung von Hühnerei, Ernüssen, Fisch und Nüssen bis zum 1.Lebenjahr
  • Keine zu übertriebene Hygiene

Quellen
Buchart, K. "Gut leben mit Nahrungsmittelallergien", Löwenzahn Verlag, 2008
NMI-Portal (Michael Zechmann, Wolfgang Zechmann)

Zuletzt aktualisiert am Montag, 11. Juni 2012 11:35

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