H2-Atem-Test (Standardtest):
Bei Deinem Arzt wird ein Glas mit Laktoselösung (meist 50g) auf nüchternen Magen getrunken. Die nachfolgende Messung des Wasserstoffgehalts der Atemluft (in 2-4 halbstündigen Intervallen) zeigt dann, ob der Milchzucker im Darm aufgespalten wurde. Außerdem treten bei positiver Diagnose die typischen Symptome der Laktoseintoleranz auf. Dieser Test bringt bei Laktoseintoleranz eine nahezu 100%ige Trefferquote, und wird daher als ausreichend genau eingestuft. Untersuchungen haben gezeigt, dass eine genetische Laktoseintoleranz zu 100% mit dem Atemtest korreliert. Ein positiver Atemtest heißt jedoch nicht, dass eine genetische Laktoseintoleranz vorliegt (2)!
Eine genaue Beschreibung des Tests (der auch bei Fruktosemalabsorption durchgeführt wird) findest du hier...
Blutzucker-Test (Laktosebelastungstest):
Unter ärztlicher Aufsicht wird ein Glas mit Laktoselösung getrunken. Die nachfolgenden Labormessungen des Blutzuckerspiegels zeigen an, ob der Milchzucker in Glukose und Galaktose gespalten wird, was den Blutzuckerspiegel erhöht. Dieser Test sollte als Zusatztest gleichzeitig mit dem H2-Atemtest durchgeführt werden (optional).
Gentest:
Es wird vom Arzt entwederein Wangenabstrich gemacht oder Blut abgenommen. Die Probe kommt dann ins Genlabor und wird dort ausgewertet. Mit diesem Test kann nur die genetische Laktoseintoleranz nachgewiesen werden. Besteht eine Laktoseintoleranz zum Beispiel auf Grund einer Verletzung des Darmes, so ergibt der Test ein "falsches" Ergebnis. Dieser Test wird meist nur in bestimmten Fällen durchgeführt.
In sehr seltenen Fällen kann eine Gewebeprobe aus dem Dünndarm entnommen und auf Laktoseintoleranz untersucht werden.
Diättest:
Wenn durch eine mehrtägige konsequente Diät ohne Laktose (d.h.ohne Milchprodukte und Fertigprodukte mit Laktose) das Verschwinden der Symptome beobachtet werden kann, ist eine Laktoseintoleranz wahrscheinlich. Die Genauigkeit dieses Tests ist sehr gering und man benötigt ein großes Wissen über versteckte Laktosegehalte von Lebensmitteln! Dieser Test ist daher nicht zu empfehlen!
Expositionstest:
Auf leeren Magen (am besten morgens) wird ein Glas Milch getrunken. Treten danach innerhalb von einigen Minuten bis Stunden die typischen Symptome (Übelkeit, Durchfall, Bauchkrämpfe, kalter Schweiß, ...) auf, besteht wahrscheinlich eine Laktoseintoleranz. Auch hier ist die Diagnose nicht eindeutig und der Test nicht zu empfehlen!
Bioresonanz:
Mit Hilfe von Elektroden werden elektrische Ströme im Körper gemessen um so Rückschlüsse auf das Befinden zu ziehen. Diese Methode ist nicht anerkannt und es wird dringend empfohlen einen Atemtest (oder anderen schulmedizinischen Test) durchführen zu lassen!
Ig-G Test
Dieser Test misst eine Immunreaktion des Körpers (Immunglobulin G). Diese Tests sind nicht geeignet, Laktoseintoleranz, Fructosemalabsorption oder Histaminintoleranz nachzuweisen!
Allgemeines
Die Tests zur Diagnose der Laktoseintoleranz sollten ausnahmslos unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden.
Weiterführende Links
Quellen (u.a.) (1)Tuula H, Marteau P, Korpela R. (2000): Lactose Intolerance, J of the American College of Nutrition, Vol. 19, No. 2, 165S-175 S, 2000 (2) Marcin Krawczyk, Malgorzata Wolska, Stephanie Schwartz, et al); "Concordance of Genetic and Breath Tests for Lactose Intolerance in a Tertiary Referral Centre", J Gastrointestin Liver Dis, June 2008 Vol.17 No 2, 135-139
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