Laktose Was ist Lakoseintoleranz
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Geschrieben von: Redaktion   

Was ist Laktoseintoleranz / Lactoseintoleranz?

Als Laktoseintoleranz (oder auch oft mit "c" geschrieben: Lactoseintoleranz, med. Laktosemaldigestion) bezeichnet die Unfähigkeit des Organismus Milchzucker (Laktose, ein Zweifachzucker) richtig zu verdauen. Milchzucker kommt in fast allen Milchprodukten vor und wird normalerweise im Dünndarm durch ein Enzym - die sogenannte Lactase - in zwei Einzelzucker gespalten. Bei Personen mit Laktoseintoleranz fehlt dieses Enzym, dadurch wird der Milchzucker nicht gespalten und gelangt in den Dickdarm. lactoseintoleranz milch trinkenDort sitzen Bakterien, welche den Milchzucker verarbeiten und dabei Gase erzeugen, die u.a. dann zu den typischen Symptomen der Laktoseintoleranz führen.

Das Enzym Lactase spaltet die Laktose in ihre beiden Einfachzucker Galactose und Glucose auf. Diese Einfachzucker können dann über die Darmschleimhaut in den Körper aufgenommen werden. Die Fähigkeit Laktose zu verdauen haben grundsätzlich alle Säugetiere. Bei allen Säugetieren verringert sich bzw. verschwindet diese Fähigkeit jedoch mit zunehmendem Alter, da es aus biologischer Sicht keinen Grund gibt, dass ein ausgewachsenes Säugetier die Babynahrung Milch trinkt.

Im Überblick findest du alle Artikel des NMI-Portals zum Thema Laktoseintoleranz

Diese Arten der Laktoseintoleranz unterscheidet man

Primäre Laktoseintoleranz

 

(med. primärer Lactasemangel): Hierunter versteht man die häufigste Form der Laktoseintoleranz. Sie ist genetisch bedingt und tritt vermehrt in wärmeren sonnenreichen Gegenden auf (vgl. "Ethnische Verteilung der Laktoseintoleranz"). Sie tritt erst im Laufe des Erwachsenwerdens auf (ab dem 5. Lebensjahr (1)) und wir mit zunehmendem Alter stärker. So können 70% der Europäer im Alter von 60 Jahren keine Laktose mehr verdauen(2))

Sekundäre Laktoseintoleranz

Laktoseintoleranz Lactose Milchzucker

(med. sekundärer Laktasemangel): Hier liegt kein genetischer Defekt, sondern eine Störung der Darmschleimhaut vor. Das Enzym Lactase wird im Dünndarmepithel gebildet. Diese Schicht des Darmes ist die erste welche durch andere Krankheiten oder externe Einflüsse geschädigt wird. Zu solchen Einflüssen zählt unter anderem auch die Einnahme von Antibiotika über einen längeren Zeitraum. Diese Form der Laktoseintoleranz ist reversiebel, das heißt sie kann geheilt werden.

kongenitaler Laktasemangel

Dies ist ein autosomal-rezessiver Gendefekt bei dem nicht die geringste Menge an Lactase gebildet wird. Andere Disaccharidasen werden vollkommen normal synthetisiert. Diese Form ist äußerst selten und betrifft bereits Neugeborene. Dieser Defekt ist vor allem in Finnland zu beobachten(3).

 Download Einteilung der Reaktionen auf Nahrungsmittel

Weiterführende Links zur Laktoseintoleranz

 

Quellen u.a.:

(1) Ledochowski M., Bair H., Fuchs D., "Lactoseintoleranz", J Ernährungsmed 2003; 5(1): 7–14.
(2) Britta-Marei Lanzenberger, "Laktoseintoleranz", 1. Auflage, systemed Verlag, p.8
(3) Ledochowski M. (Herausgeber), "Klinische Ernährungsmedizin", Springer-Verlag, 2009

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 19. Juli 2010 um 10:42 Uhr
 

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