| Behandlung der Laktoseintoleranz | | Drucken | |
| Geschrieben von: nmi Administrator | |||
Auf Laktose verzichtenDer wichtigste Punkt bei der Behandlung der Laktoseintoleranz ist selbstverständlich die Vermeidung von laktosehältigen Produkten. Welche Produkte wieviel Laktose beinhalten, hängt von der Art der Herstellung ab (vgl. Artikel "Wo ist Laktose enthalten?" oder Tabellen in Downloadbereich). In den ersten 4-6 Wochennach der Diagnose sollte gänzlich auf Laktose (Milchzucker, nicht Milcheiweiß!) verzichtet werden, um dem Darm eine Regenerierungsphase zu gönnen. Dann kann langsam mit der Einnahme von kleinen Mengen begonnen werden. Jeder muss für sich selbst austesten, wieviel Laktose er verträgt! Es ist vor allem auf versteckte Laktose in Fertigprodukten, Brot und Wurstwaren zu achten! Am besten stimmt man diese Wochen mit einem qualifizierten Ernährungsberater ab! Lactase-Tabletten: Das fehlende Enzym einnehmenDas milchzuckerspaltende Enzym Lactase kann in Tablettenform gekauft und zum Essen eingenommen werden. Die Präparate sind meist relativ kostenintensiv (ab ca. 14 Euro / 100 Tabletten; keine Rückerstattung bei Krankenkasse!), ermöglichen abereinen unbeschwerten Besuch im Restaurant oder die Annahme einer Einladung zum Essen. Es ist jedoch Vorsicht geboten wenn man, wie 75% der Patienten mit Laktoseintoleranz, auch an einer Fruktosemalabsorption leidet, denn einigen wenigen Lactase-Präparaten werden noch Zuckeralkohole wie zum Beispiel Sorbit beigemengt, die dann zu einer Verschlechterung der Fruktosemalabsorption führen! Im Jahr 2008 ist ein Umdenken bei den Pharmafirmen festzustellen gewesen und die meisten Präparate werden mittlerweile ohne Zuckeralkohole angeboten (Stand Dezember 2009). Lies immer in der Apotheke die Inhaltsangaben des Lactasepräparates! Was bedeutet "FCC pro Lactase Kapsel"?Die Angabe der Lactasemenge bei Lactasepräparaten erfolgt in einer dem normalen Verbraucher unbekannten Einheit: FCC Probiotische NahrungsergänzungsmittelIn der letzten Zeit werden auch verstärkt probiotische Nahrungsergänzungsmittel zur Behandlung von Laktoseintoleranz herangezogen. ( vgl. Artikel "Probiotische Nahrungsmittel" ) Die Laktose-Intoleranz ist keine Krankheit!Auch ein Verstoß gegen die Diät ist nicht schädlich (nur unangenehm). Da Milch jedoch ein wichtiger Kalziumlieferant ist, sollte man sich von seinem Arzt oder Ernährungsberater über alternative Kalziumquellen (Bsp: Brausetabletten) informieren lassen. Auch hier gilt: Zutatenliste genau durchlesen! Weiterführende LinksQuellen:
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| Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 07. Mai 2010 um 11:33 Uhr |