| Schilddrüsendiagnostik - Untersuchungsmethoden | | Drucken | |
| Geschrieben von: Dr. Wolfgang Zechmann | |||
Bestimmung der Schilddrüsenfunktion durch LaborprobenDie Schilddrüsenhormone Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3) sowie das Steuerhormon TSH (Thyreoidea stimulierendes Hormon) erlauben meist eine ausreichende Beurteilung der Schilddrüsenfunktion.Um die Ursache mancher Schilddrüsenerkrankungen herauszufinden werden auch noch die Auto Antikörper TPO, TG-AK, TRAK bestimmt. Sonographie (Ultraschalluntersuchung)Die Untersuchung ist ungefährlich und mit keiner schädlichen Strahlenbelastung verbunden und wird daher auch bei Schwangeren und Kindern durchgeführt.Ähnlich wie beim Echolot der Meeresböden kann mittels hochfrequenter Schallwellen die Gewebsstruktur des Organismus untersucht werden. Ein Schallkopf (Schallsonde) sendet Schallwellen von der Hautoberfläche aus in den Körper und registriert die vom Gewebe zurückkommenden Schallwellen (Echo). Durch eine spezielle Anordnung dieser Sender und Empfänger können diese Echos dann in einem Schnittbild zusammengesetzt werden. Daraus kann der geübte Arzt dann die Struktur und Form der Schilddrüse erkennen. Szintigraphie (nuklearmedizinische Schilddrüsenuntersuchung)Die Schilddrüsenszintigraphie ergänzt die Ultraschalluntersuchung und soll mit dieser gemeinsam beurteilt werden.Die Schilddrüse benötigt für die Produktion der Schilddrüsenhormone Jod. Wenn man radioaktives Jod (131J, 123J) über die Nahrung zuführt wird dieses so wie nicht radioaktives Jod in den funktionstüchtigen Schilddrüsenzellen (Thyreozyten, Follikelzellen) aufgenommen und gespeichert. Dieses radioaktive Jod sendet Strahlung aus (Gammastrahlung, die wesensähnlich der Röntgenstrahlung ist). Mit einem geeigneten Messsystem (Gammakamera) kann der Nuklearmediziner mit Hilfe eines Computers die Verteilung dieses radioaktiven Jods bildhaft darstellen und über die Funktion einzelner Knoten Auskunft geben. Nicht funktionierende Knoten werden als "kalt" und zu viel funktionierende Knoten als "heiß" bezeichnet.Heute wird für die Diagnostik fast ausschließlich radioaktives Technetium (99mTc) verwendet. Es wird gleich wie radioaktives Jod gespeichert, die Strahlenbelastung für den Patienten ist aber wesentlich geringer weil die Halbwertszeit nur 6 Stunden beträgt. Schilddrüsenpunktion (sogenannte "Feinnadelpunktion")Bestimmte Knoten werden mit einer dünnen Injektionsnadel punktiert. Das gewonnene Material wird vom Pathologen untersucht (Zytologie). Der kann Knoten die eventuell bösartig sind von gutartigen unterscheiden. Das Ergebnis ist aber meist nur eine zusätzliche Diagnose. Endgültig kann ein Knoten nur histologisch (also durch feingewebliche Untersuchung) vom Pathologen beurteilt werden, also erst nach einer Kropfoperation. ZusammenfassungEine genaue Beurteilung der Schilddrüse erfordert also neben einer körperlichen Untersuchung (Tastbefund) eine Funktionsdiagnose mittels Laborproben, eine Ultraschalluntersuchung und, wenn Knoten vorhanden sind auch eine Szintigraphie, bei Bedarf auch eine Punktion eines Knotens.
Quelle.
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| Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 11. März 2009 um 20:17 Uhr |