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THEMA: Ein langer Weg bis zur entgütigen Diagnose...

Ein langer Weg bis zur entgütigen Diagnose... 1 Jahr 1 Monat her #4721

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Hallo zusammen!

Eine kurze...ähm lange Geschichte zu meiner Situation:

Anfang März (ein Dienstag) war mir ganz schlecht morgens und ich ging zum Arzt und ließ mich mit Verdacht auf Noro-Virus krankschreiben bis Mittwoch.
Am folgenden Donnerstag holte ich mir erneut eine Krankmeldung. Mir ging es besser, aber zum Arbeiten fühlte ich mich noch zu schwach. Nachmittags fuhr ich mit meinem Mann zum Einkaufen. Auf dem Weg, im Auto bekam ich eine ganz schwere Atmung...Schnappatmung und wurde während der Fahrt bewusstlos...habe hyperventiliert.
Mein Mann rief den Rettungswagen. Die Notärztin wollte mir eine Infusion geben, fand aber keinen Zugang. Nicht in im Arm, nicht in den Händen, nicht im Fuß....also wurde ich ins Krankenhaus gebracht.
Dort ging das Picken mit der Nadel dann weiter nochmal die Arme, Hände, Füße, Hals....bis mir dann Blut aus der Leiste genommen wurde und es eine nette junge Schwester geschafft hat, mir ein Zugang am Arm zu legen.

Über Nacht blieb ich im Krankenhaus, war am Zittern, mir war einfach nur schlecht. Wegen Verdacht auf Noro-Virus bekam ich ein Einzelzimmer und Besuch nur mit Schutzbekleidung. Am Freitag hob der Stationsarzt den Verdacht auf den Noro-Virus auf und meinte es könnte ein grippaler Infekt sein, der sich anschleicht...ich durfte nach Hause!
quartierte Zuhause fing es dann am Wochenende bei mir mit Schnupfen, Heiserkeit, Kopfschmerzen etc. an. Da mein Mann am Wochenende zum Fussball musste, quartierte er mich bei meinen Eltern ein, wo mir meine Mutter ganz viel Tee und einen Berg an Obst zur Genesung vorbereitet hatte. Wieder Zuhause nahm ich gegen die Erkältung noch Bronchikum und ließ mir von meinem Mann gegen die Halsschmerzen ein Eis mitbringen.

Am Montag sind wir zum Arzt um mir eine neue Krankmeldung zu besorgen. Dort angekommen, wurde mir ganz schlecht, mir wurde schwindelig und ich fing wieder an zu hyperventilieren. Die Ärzten versuchte mir eine Infusion zulegen, was natürlich nicht gelang und rief den Rettungswagen....wieder ins Krankenhaus!

Nach wiedermal vielen Versuchen und dem Zugang schließlich dann gelegt an der Hand, hing ich nun dann am Tropf. Abends verspürte ich plötzlich ganz neue Schmerzen. Mein Bauch tat weh, richtige Krämpfe waren zu spüren und ein Lähmungsgefühl im Oberkörper. Da eine Schwangerschaft nicht ausgeschlossen werden konnte, bekam ich keine Schmerzmittel...naja doch Baldriantropfen zum Einschlafen. Aber Abendessen gab es noch! Sauerkraut mit deftigem Gulasch!!! - habe ich natürlich nicht gegessen.

Dienstag waren die Blutwerte da! Alles super, die Entzündungswerte von dem grippalen Infekt her sind auch nicht mehr zu sehen gewesen. Hatte jetzt auch nur noch von der Grippe her diesen starken Schnupfen. Die anderen Schmerzen waren auch viel viel schlimmer!!! Ich sagte dem Arzt: Ich habe starke Bauchkrämpfe, ich schwindel, mir kommt alles den Hals wieder hoch, ich zitter ständig, habe das Gefühl mein Kreislauf ist ganz im Keller und ich falle jeden Augenblick in Ohnmacht!
Er meinte: Laut Blutwerten sind Sie kerngesund!
Aber ein Langzeit-EKG und Blutdruckmessgerät bekam ich dann zur Kontrolle.
Mittags war dann der HCG-Wert da! Natürlich negativ...wie immer!
Jetzt bekam ich MCP-Tropfen gegen die Schmerzen.
Das Abendessen kam mir komplett wieder hoch, worauf hin der Arzt sich dann doch für eine Magenspiegelung überreden ließ, damit ich beruhigt sei!

Am Mittwoch Morgen wurde also dann eine Magenspiegelung durchgeführt. Da ich selbst in dem Labor, wo die Blutwerte und Biopsien hingehen, arbeite, fragte ich gleich bei meinen Kollegen nach den Beurteilungen des Pathologen.
Eine leichte chemisch-reaktive Antrumgastritis wurde diagnostiziert!

Die Ärzte waren der Meinung, das kann nicht Auslöser meiner Beschwerden sein. Und empfahlen mir ein Gespräch mit der hausinternen Psychologin, welche bei mir keine psychischen Auffälligkeiten oder durch Stress ausgelöste Symptome feststellen konnte.
Der Chefarzt legte mir nahe, dass sie mich ohne wirkliche Krankheit nicht länger in der Klinik behalten können, da sie nicht wissen was sie der Krankenkasse mitteilen sollen und diese dann nicht länger für die Kosten aufkommt.
Abends kam dann wiedermal das ganze Essen wieder hoch (ich bekam immer schön Vollkost!!!)

Donnerstag Morgen lag dann plötzlich auf meinem Tablett eine Tablette (p 40). Heute sollte ich entlassen werden! Endlich!
Da mein Mann Schichtdienst hat, holte mich meine Mutter ab. Ich konnte mich kaum auf den Beinen halten.
Freitag holte mir mein Mann eine erneute Krankmeldung bei meiner Hausärztin ab und erkundigte sich wegen der festgestellten Gastritis. Die Ärztin sagte, gegen die Magenschleimhautentzündung kann sie keine Medikamente geben, aber gegen das Schwindelgefühl gibt es Tropfen.

Über das Wochenende blieb ich bei meinen Eltern, sogar mein Mann schlief nach der Arbeit bei mir bei meinen Eltern, ich wollte nicht nach Hause zu große Angst hatte ich vor der Autofahrt, weil alles im Auto angefangen hatte.
Im Internet machen wir uns schlau, was man bei Gastritis essen könnte...Schonkost!!!
Stündlich ließ ich mir von meinen Familienmitgliedern den Blutdruck messen, weil ich ständig dieses Gefühl hatte ich werden bewusstlos!

Montag Abend dann zu hause angekommen, gab es eine schöne Gemüsesuppe aus der Dose! Keine 10 Minuten später verschlechterte sich mein Zustand rapide und der Notarzt wurde informiert. Ich übergab mich!
Schmerzmittel bekam ich und etwas zur Beruhigung. Und er verschrieb mir für die Gastritis Pantoprazol...meine erste Hilfe!
Dadurch konnte ich die nächsten Tage viel besser überstehen...immer morgens und abends jeweils 20 mg...perfekt.
Mein Schwindel wurde almälich weniger und ich sah auch nicht mehr so verschwommen, wie zuvor die ganze Zeit.

Den Mittwoch ging meine Mutter dann zu meiner Hausärztin um mit ihr zu sprechen, weil ich und Autofahren ging ja gar nicht! Meine Ärztin rezeptierte dann noch einmal Omeprazol (ist billiger als Panzoprazol für die Ärzte) und sagte, der Entlassungsbericht vom Krankenhaus mit der Empfehlung für diese Tabletten lag ihr letzte Woche noch nicht vor und sie dachte ich würde mich ja noch einmal bestimmt melden!

Das nächste mal ging es mir dann richtig schlecht nach einer selbstgemachten Möhrensuppe meiner Mutter und dann noch einmal nach einer Gemüsesuppe aus der Tüte.
Ohne die Pantoprazol-Tabletten ging gar nichts!

Meine Ärztin stufte mich die Woche vor Ostern dann mit der Diagnose- psychosomatische Störung ein, da mein Krankheitsverlauf jetzt schon solang anhielt und nichts weiter festgestellt werden konnte. Sie empfahl mir eine Psychotherapie zu beginnen. Ich war die ganze Zeit auch nicht in der Lage arbeiten zu gehen. Obwohl es mir manche Tage so gut ging, dass ich sogar z. B. im Garten Unkraut zupfen konnte.

Selbst meine Familie fing an mir zu sagen, schalt doch mal deinen Kopf aus und denk nicht immer daran, dann gibt sich das schon ganz von allein!!!

Ich las mich im Internet schlau und ließ mir Termine zu Atemtests geben!

Letztes Wochenende setzte ich die Pantoprazol-Tabletten ab.
Letzten Montag war ich dann beim Lactose-Test und danach arbeiten. Mir ging es so lala...nicht so richtig gut.
Am Dienstag war der Fructose-Test, danach dann arbeiten. Auf der Arbeit hatte ich nach jedem Bissen ins Toastbrot mit fettarmer Wurst ein Gefühl als würd sich mein Magen drehen und Kribbeln im Oberkörper. Abends dann starke Kopfschmerzen.
Mittwoch Morgen ging es mir so schlecht, dass ich nicht einmal den Weg zum Arzt antreten konnte, ich lag flach!
Donnerstag Morgen dann zum Sorbit-Test, welchen meine Ärztin nicht durchführen wollte, weil es mir so schlecht ging und auf nächsten Montag verschoben hat und mich weiter bis Freitag krankgeschrieb.

Die Fructose-Werte sahen so aus: Anfangswert 24 ppm - Wert nach 100 min. 86 ppm
Lactose Werte seien wohl normal gewesen, verriet mir die Arzthelferin...aber mehr dürfe sie mir nicht sagen.

Am Montag nach dem Sorbit-Test bekomme ich den Termin zur Besprechung!

Ich möchte nur noch mein altes Leben zurück...womit hat man so etwas verdient???
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Aw: Ein langer Weg bis zur entgütigen Diagnose... 1 Jahr 1 Monat her #4726

  • Andy273
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Hallo Shnuggy,

auch bekam voriges Jahr ähnliche Symptome. Ich brach zwei mal zusammen und verlor fast das Bewusstsein.
Dazu kamen Schwindel- und Müdigkeitsattacken, Sehstörungen und Schwierigkeiten beim Atmen.
Probleme mit der Verdauung hatte ich schon viel länger, auch starke Blähungen, brachte sie aber damals nicht damit in Verbindung.
Es folgte eine Odyssee von Arzt zu Arzt. Im MRT wurde angeblich ein verschleppter Schlaganfall festgestellt, ich kam ins Krankenhaus, dort gaben sie aber Entwarnung.
Als die Kasse dann für weitere Diagnosen nicht mehr zahlte, meinte mein Arzt, es läge wohl an einer Migräne.
Die Schwindelattacken blieben. Leider bin ich beruflich auf das Auto angewiesen und ich fahr dann immer rechts ran, wenn die Attacken kommen oder ich versuche es zu mindest. Und im Auto kommen diese Anfälle besonders häufig. Ist dann so, als würde man betrunken Auto fahren, aber das scheint wahrscheinlich niemand zu interessieren!

Dann suchte ich einen Internisten auf, und erzählte ihn von meinen Verdauungsproblemen. Bei der Magenspiegelung wurde bei mir eine leichtgradige erosive Antrumgastritis festgestellt. Auch ich bekam den Protonenpumpenhemmer Pantoprazol.
Vor der Darmspieglung war eine Darmlavage fällig, danach hatte ich wochenlang keine Beschwerden mehr.
Die entnommen Gewebe-Proben des Magens wurden dann positiv auf Helicobacter getestet. Nun bekam ich starke Antibiotika dagegen, und schwub, da waren sie wieder, meine drei Probleme!

Nun versuche ich Fruchtzucker erst mal zu meiden. Die Blähungen und Oberbauchschmerzen sind stark zurückgegangen, doch die Verdauungsprobleme sind nicht nicht ganz weg. Die Schwindelanfälle wurden stärker, wenn ich diese Oberbauchschmerzen hatte, doch zur Zeit habe ich auch diese Anfälle nicht mehr.

Unser Dorflabor hier macht den H2-Test nicht! Muss wohl einen Internisten in der Stadt aufsuchen.
Mein Arzt will erst mal den Helicobacter-Nachtest abwarten. Fällt der positiv aus, muss ich wieder diese Antibiotika nehmen, welche die Sache erst einmal nicht besser machen.
Nächste Woche weiß ich mehr.


Viele grüße Andreas
Letzte Änderung: 1 Jahr 1 Monat her von Andy273.
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Aw: Ein langer Weg bis zur entgütigen Diagnose... 1 Jahr 1 Monat her #4768

  • Hilma
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Liebe Shnuggy,
ich würde sagen keiner hat es verdient, nur triftt es uns leider!
Deine Krankheitsgeschichte ist ziemlich heftig, fühl dich erstmal gedrückt!
Also wenn du die Werte vom Fruktosetest richtig mitgeschrieben hast, so hast du auf jeden Fall eine eindeutig FI!
Dazu passen auch deine Symptome, ich litt auch extrem an Kreislaufbeschwerden bis hin zur Ohnmacht, Bauchschmerzen und Krämpfen die man nicht zuordnen konnte, extreme Erschöpfung so dass eigentlich nichts mehr möglich ist, der Alltag wird zu einer Belastung und und und. Bei mir wurde auch eine leichte Gastritis festgestellt, dass ist nicht so schlimm, schlimmer ist für dich wahrscheinlich dir Fruktose. Verzichte doch am besten jetzt erstmal komplett auf Gemüse und Obst, Vollkorn ist auch ganz schlecht. Reis und Pute ist meist sehr verträglich, vielleicht versuchst du es mal damit. Ich habe weil ich immer Schonkost essen wollte um meinen Darm zu schonen auch immer Gemüsesuppe gegessen und das hat nur alles verschlimmert, vor allem die Kreislaufbeschwerden.
Drück dir die Daumen, dass du bald alles im Griff hast und dich die Ärzte ernst nehmen.
Liebe Grüße
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