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Endoskopiebild[B1] Floride Colitis ulcerosa
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Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind keine Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten, sondern chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED), deren Ursache bis heute ungeklärt ist. Man ging bis vor kurzem davon aus, dass es sich um eine Autoimmunerkrankung handelt, die vererbbar ist. Neueste Forschungen haben jedoch gezeigt, dass es um die Epithelzellen des Darmes geht und dass die Ernährung ausschlaggebend zu sein scheint[2].
Colitis ulcerosa findet sich meist im Dickdarm und nahezu nie im Dünndarm, während Morbus Crohn hauptsächlich den Dünndarm betrifft. Nicht selten sind verschiedene Abschnitte des Verdauungstraktes gleichzeitig betroffen. Hellhäutige Menschen erkranken öfter als dunkelhäutige, Männer gleich oft wie Frauen. Symptome sind Durchfälle (auch blutige), Gewichtsverlust, Blähungen, Fisteln und Abszesse im Analbereich, Darmkrämpfe und Fieber. Es kommt meist auch zu Augenentzündungen, Hautausschlägen und Blutarmut. Die Erkrankung verläuft in Schüben und wird oft über mehrere Jahre nicht erkannt.
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Vor allem junge Menschen betroffen
Beide Krankheiten treten meist zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr auf[1, 2]. Durch die unangenehmen Symptome, über die vor allem junge Menschen ungern sprechen, kann es in dieser schwierigen Phase des Lebens zu psychischen Problemen und sozialem Rückzug, bis hin zu Schul- oder Ausbildungsabbrüchen kommen.
Diagnose und Heilung
Meistens kann man mit einer einfachen Endoskopie (Darmspiegelung) bereits die Diagnose stellen. Es können aber auch andere Diagnoseverfahren wie Computertomographie, Blutwerte oder Magenspiegelung zur Diagnose beitragen.
Eine Heilung ist derzeit noch nicht möglich, was aber keineswegs heißt, dass man zeit seines Lebens leiden muss. Denn heute stehen viele wirkungsvolle Therapien zur Verfügung, die den Verlauf der Erkrankung deutlich minimieren können. Wichtige Punkte sind der Therapie sind der verzicht auf Rauchen und die Einnahme von entzündungshemmenden Medikamenten.
Diagnostik |
Morbus Crohn |
Colitis ulcerosa |
| Klinik: |
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Blutiger Stuhl
Fisteln
Abszesse
toxisches Megakolon |
selten
häufig
häufig
selten |
häufig
selten
gelegentlich
gelegentlich |
Röntgen |
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Befall
Kolon (Befall)
terminales Ileum
Dünndarm |
diskontinuierlich
häufig
steif, eng
oft befallen |
kontinuierlich
immer
weit
normal |
Koloskopie |
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| Rektum betroffen |
ca.50% |
>90% |
Pathologie: |
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| -+ makroskopische Morphologie
mesenteriale Lymphknoten
Fisteln
+ Histologie
Tiefe des Befalls
Granulome
Kryptenabszesse
Malignome
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Gartenschlauchstrukturen
Pflastersteinrelief
ödematös
häufig
transmural (alle Schichten)
häufig
selten
selten (Dünndarm)
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Ulzerationen
Fibrozierung Pseudopolypen
nicht befallen
selten
Mukosa und Submukosa
selten
häufig
gelegentlich (Dickdarm)
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Tabelle übernommen von wikipedia.de, 2007
Quellen, u.a.
[1]: Nature Genetics, Published online: 27 April 2008 | doi:10.1038/ng.148, Replication of signals from recent studies of Crohn's disease identifies previously unknown disease loci for ulcerative colitis; Andre Franke, Tobias Balschun, Tom H Karlsen, et.al.
[2]: Nature Genetics, Published online: 27 April 2008 | doi:10.1038/ng.145, Genetic determinants of ulcerative colitis include the ECM1 locus and five loci implicated in Crohn's disease; Sheila A Fisher, Mark Tremelling, Carl A Anderson et.al.
Bildnachweis:
[B1]: Endoskopiebild Floride Colitis ulcerosa: Quelle: http://www.endoskopiebilder.de/ Urheber: Joachim Guntau, Lizenz: cc-by-sa
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