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Home arrow Fruktoseintoleranz arrow Diagnose: Fruktoseunverträglichkeit
Diagnose: Fruktoseunverträglichkeit Drucken E-Mail

Erstinformationen für Menschen mit der Diagnose Fruchtzuckerunverträglichkeit. Wie geht's weiter? Was kann man noch essen?

Dies sind einführende Hinweise für Menschen, die gerade die Diagnose Fruktosemalabsorption bekommen haben

Fruktosemalabsorption (Fruktoseintoleranz, Fruktoseunverträglichkeit) ist prinzipiell nichts schlimmes! Das Wichtigste ist ein Termin bei einem Ernährungsberater, der sich mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten auskennt. Ausserdem ist zu klären, ob noch andere Unverträglichkeiten bei Dir existieren. So haben fast 75% der Menschen mit Fruktoseintoleranz auch eine Laktoseunverträglichkeit.

Begriffe:
Fruchtzucker = Fruktose = Fructose
Fruktosemalabsorption = Fruktoseunverträglichkeit = Fruktoseintoleranz! (vgl. "Fruktosemalabsorption und Fruktoseintoleranz ")

Glucose = Traubenzucker = Dextrose
Saccharose = Haushaltszucker (Kristallzucker, besteht aus 1 Fruktose und 1 Glucose)

Die ersten Wochen (Karenzphase):

In den ersten Wochen sollte man vollkommen auf Fruchtzucker und Sorbit verzichten, um dem Darm eine gewisse Erholung zu gönnen. Wichtig ist auch, in den ersten Wochen Hülsenfrüchte und Kohl zu vermeiden. Nach ca. 3 Wochen können diese Nahrungsmittel dann wieder langsam in die Diät eingefügt werden. Wichtig ist eine ausreichende (2-3 Liter pro Tag) Flüssigkeitszufuhr (Wasser, Kräutertee, keine kohlensäurehaltigen Getränke).

Es ist auch falsch anzunehmen, dass man mit Fruktosemalabsorption überhaupt keine Fruktose mehr zu sich nehmen kann. In geringen Mengen ist Fruktose meistens verträglich, in größeren Mengen ist sie nur verträglich, wenn zusätzlich Traubenzucker gegessen wird (vgl. "Symptome und Behandlung der Fruktoseintoleranz"). Dies gilt erst nach der Karenzphase.

Sobald man sich besser fühlt (das wird bald sein!) und sobald keine Symptome mehr auftreten, kann man die Karenzphase beenden und mit der Testphase beginnen.

Die Testphase:

Afrikanischer Fischreis
Fischreis - fruktosearm
Je nach Lust und Laune kann man damit beginnen kleine Mengen an Fruchtzucker zu sich nehmen. Dabei sollte man dann genau auf die Reaktionen des Körpers achten. Jetzt kann man vor allem auch wieder Haushaltszucker in kleinen Mengen essen und zu Speisen die Fruktose enthalten kleine Mengen Traubenzucker essen. Die Testphase dauert üblicherweise einige Monate und ist stark von Mensch zu Mensch unterschiedelich. Im Endeffekt geht es darum: Finde heraus was DU verträgst und lass Dich nicht von anderen beeinflussen! Jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf verschiedene Speisen!

Wichtiger Punkt: Auf nüchternen Magen verträgt man Fruchtzucker schlechter als auf vollen Magen!

Zu unseren Rezepten ... (nur für registrierte Benutzer)

 

Was kann man noch essen?

Obst:
Jedes Obst das mehr Traubenzucker als Fruchtzucker enthält. Gut verträglich sind meistens Bananen, Ananas oder Mandarinen. Eine genaue Auflistung findest du als Tabelle hier oder in unseren Downloads.

Fertigprodukte:
Gewisse Zuckeralkohole blockieren das Transportsystem im Darm, das bei Menschen mit Fruchtzuckerunverträglichkeit nur noch mangelhaft funktioniert. Diese Stoffe sind also strikt zu vermeiden. Dazu zählen Sorbit (Sorbitol), Mannit, Isomalt(c). Diese Stoffe finden sich gerne in Kaugummis, Süßigkeiten und Fertiggerichten, müssen jedoch in der Zutatenliste auf der Verpackung angegeben werden. Die zugehörigen E-Nummern findest Du im Zutaten Lexikon. Auch Xylit sollte man vermeiden. Es ist zwar nicht ursächlich mit der Fruktosemalabsorption verbunden, wirkt aber abführend und blähend. 

Zucker:
Normaler Haushaltszucker ist - entgegen einigen Gerüchten - für die meisten Patienten ohne Probleme zu genießen!
Haushaltszucker (Saccharose) ist ein Zweifachzucker. Er besteht aus einem Molekül Fruchtzucker und einem Molekül Traubenzucker. Da Traubenzucker die Aufnahme von Fruchtzucker erleichtert, ist Haushaltszucker normalerweise gut verträglich (nach der Karenzphase!).

Siehe auch "Biochemische Grundlagen: Saccharose "

Alkohol:
Bier enthält relativ viel Sorbit und Fruchtzucker und sollte daher vermieden werden. Trockene Weine sind meistens gut verträglich, Süßweine meistens schlechter. Generell gilt: Je süßer ein alkoholisches Getränk ist, desto schlechter ist es verträglich. Bezüglich Alkohol ist der Punkt "Fettleber bei Fruktoseintoleranz" sehr wichtig!

In der Rubrik Rezepte findest Du einige gut verträgliche Rezepte für Deine fruktosefreie oder fruktosearme Ernährung.

In unserer Bücher-Ecke findest Du einige Buch-Tipps zum Thema Fruktose-Unverträglichkeit

 

 

» 2 Kommentare
2"Ja... Begriffe..." von Biene am Dienstag, 15 Juli 2008 14:22
Hm... 
http://www.nahrungsmittel-intoleranz.com/Fruktose/Fruktosemalabsorption-und-Fruktoseintoleranz.html 
 
Ist doch alles schön erklärt vom Autor, oder?
1"Begriffe!" von Uhu am Dienstag, 15 Juli 2008 13:49
Der Autor sezt die Begriffe "Fruktosemalabsorption" und "Intoleranz" gleich. 
Im Artikel ist von der Malabsorption die Rede. Die seltene schwere angeborene Fruktoseintoleranz (ICD E 74.1) manifestiert sich schon im Kleinkindesalter. Hier sind pädiatrische Krankheitsbilder wie die essentielle Fruktosurie,die hereditäre Fruktoseintoleranz und der Fruktose-1,6- diphosphatase-Mangel zuzuordnen. Die Begriffe sollen klar getrennt werden. Leider ist das Durcheinander durch die Begriff "Laktose-Intoleranz" begünstigt. MfG Dr. R. Gronemeyer
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Letzte Aktualisierung ( Samstag, 05 Juli 2008 )
 
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