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Umfrage: Frische und Herkunft bei Lebensmitteln wichtiger als Preis Drucken E-Mail

Wien (AIZ) - Trotz anhaltender politischer Debatten um steigende Lebensmittelpreise und Inflationsbekämpfung sind für die österreichischen Konsumenten Frische und Herkunft beim täglichen Einkauf im Supermarkt wichtiger als der Preis. Dies geht aus einer Fessel-Gfk-Umfrage hervor, die im November 2007 - mitten in der Lebensmittelpreis-Diskussion - durchgeführt wurde. Es wurden 1.000 Konsumenten nach ihren wichtigsten Kaufentscheidungskriterien bei Frischewaren (Milchprodukte, Fleisch, Wurstwaren, Obst undGemüse) befragt. Dabei wurde klar die Frische als wichtigstes Argument genannt, gefolgt von der heimischen Herkunft. Erst an dritter Stelle rangiert der Preis. Speziell das Kriterium "Herkunft" hat im Laufe der vergangenen fünf Jahre eine klare Bedeutungssteigerung erlebt, weil damit auch hohes Vertrauen in die Produktsicherheit verbunden ist.

Frische vor allem bei Milchprodukten und Fleisch besonders wichtig

Besonders bei Milch- und Fleischwaren ist das absolut alles entscheidende Kaufkriterium die Frische. Der Umfrage zufolge achten rund 70% der Konsumenten bei Milch, Käse und Butter auf das Ablaufdatum, mehr als 80% entscheiden sich bei Rindfleisch, Schweinefleisch und Geflügel in erster Linie aufgrund der Frische für eine bestimmte Ware. Erst an dritter Stelle und mit großem Abstand wird bei Milchprodukten (46%) und Fleisch (45 bis 48% je nach Fleischart) der Preis als Kaufkriterium angesprochen.
Aussehen und Appetitlichkeit (58%) sowie Frische (84%) sind als Kaufentscheidungsgrund bei Obst und Gemüse so hoch wie in keiner anderen Warengruppe, der Preisfaktor wird hier von 42% genannt. Fast untrennbar mit der Frische gekoppelt ist auch die Herkunft der Produkte. Das gilt ganz besonders für Milch und Milchprodukte. Heimischen Waren traut man offenbar schon wegen der räumlichen Nähe der Produktions- und Auslieferstellen eine höhere Frische zu und ist offenbar auch bereit, mehr dafür zu berappen.

Insbesondere bei Fleisch wird die Produktherkunft auch mit dem Sicherheitsfaktor verbunden. Daher hat etwa das AMA-Gütesiegel mit einem Bekanntheitsgrad von 97% einen so hohen Stellenwert wie nie zuvor. Das AMA-Gütesiegel steht bekanntlich für Qualität, Herkunft und Kontrolle und besitzt unter den Konsumenten höchstes Vertrauen.

 

Bedeutung der Herkunft steigt seit Jahren


Die Fessel-GfK-Untersuchung zeigt auch, dass im Zeitraum 2003 bis 2007 die Bedeutung der Herkunft ausnahmslos in allen Frischewarengruppen stetig und deutlich gestiegen ist. Besonders groß ist der rot-weiß-rote Käuferbezug bei Milch. Hier hat die Nennung dieses Kaufarguments seit 2003 von 64 auf 71% zugenommen. Aber auch bei Fleisch greifen die heimischen Verbraucher - auch außerhalb von Krisen - immer öfter zu heimischer Ware.

Experten zufolge haben auch die Medienberichte über Lebensmittelskandale ("Gammelfleisch" in Deutschland usw.) in den vergangenen Jahren zu noch bewussterem Einkauf bei Frischeprodukten geführt. Der gestern bekannt gewordene Fall in den USA, wo der Verdacht auf Tierquälerei und mangelnde Kontrollen die Behörden zur größten Rückrufaktion von Rindfleisch in der Geschichte des Landes veranlasst hat, dürfte die Bedeutung des Faktors Herkunft erneut bewusst gemacht haben.

Mikinovic: Qualität darf auch etwas kosten


Für den Geschäftsführer der AMA Marketing, Stephan Mikinovic, sind diese jüngsten Umfrageergebnisse eine Bestätigung der bisherigen AMA-Werbeaktivitäten: "Frei nach dem Motto 'Wozu in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah' greifen die Kunden immer öfter zu Produkten mit regionalem Herkunftsbezug. Sie reagieren außerdem zunehmend sensibler, wenn es um das geht, was sie ihrem Körper zuführen", erklärt Mikinovic gegenüber dem AIZ.

"Essen ist ein extrem intimer Akt, der sehr viel Vertrauen voraussetzt. Dieses Vertrauen scheint durch keine noch so aggressiv geführte Preisdiskussion erschütterbar zu sein. Vertrauen ist nämlich durch nichts zu ersetzen und eines der höchsten Güter, das wir in unserer modernen Gesellschaft besitzen. Qualität darf daher auch etwas kosten, weil viele Konsumenten mittlerweile verstanden haben, dass damit auch Lebensqualität und Sicherheit verbunden sind", gibt Mikinovic zu bedenken.

Quelle: OTS0110 5 WI 0611 AIZ0001

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