nmi-newsIn dieser Rubrik werden ausgewählte Pressemeldungen und Neuigkeiten über Intoleranzen und Ernährung veröffentlicht. Die Inhalte stammen nicht vom nmi-Portal, sondern von den jeweils angegebenen Quellen. Zur Artikel-Übersicht...

Besonders in der Vorweihnachtszeit lauern an jeder Ecke Verführungen, die manchen Bauchschmerzen bereiten. Eierlikör, Plätzchen, Kakao mit Schuss und Schlag – die Winterzeit ist für Menschen mit Laktoseintoleranz kein Zuckerschlecken. Doch damit sind sie in bester Gesellschaft, auch das Jesuskind dürfte mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Milch vertragen haben. Gottseidank lässt sich sein Geburtstagsfest auch ohne Laktose hervorragend feiern.

 

Vor rund 7.500 Jahren begann der Mensch die Fähigkeit zu entwickeln, das Enzym Laktase zu bilden. Laktase sitzt im Dünndarm und spaltet den Zweifachzucker Laktose in seine beiden Bausteine Galaktose und Glukose – die dann als Einfachzucker problemlos im Darm resorbiert werden können. Laktase sorgt vereinfacht gesagt dafür, dass wir auch im Erwachsenenalter problemlos Milch verdauen können. Doch diese genetische Mutation wurde nicht der gesamten Bevölkerung zuteil, erklärt der Ernährungsbiologie der Internetplattform www.nahrungsmittel-intoleranz.com, Michael Zechmann: „Heute sind rund 20 Prozent der mitteleuropäischen Bevölkerung laktoseintolerant. In anderen Teilen der Erde ist der Anteil noch viel höher, in Thailand, südlichen Teilen Afrikas oder Amerikas geht die Forschung von bis zu 90 Prozent aus.“ Während in diesen Regionen naturgemäß recht wenig Milch und Milchprodukte in der landestypischen Küche zu finden sind, haben es hierzulande laktoseintolerante Menschen nicht immer leicht – ganz besonders in der Weihnachtszeit.

Die Laktose lauert im Kleingedruckten

Laktose versteckt sich gern und findet sich oft völlig unerwartet in Produkten wie Wurstaufschnitt, Kartoffelpüree, Salatsoßen, Brot oder Gebäck. Besonders bei Fertigprodukten und industriell hergestellten Lebensmitteln ist das Risiko, an versteckte Laktose zu geraten recht groß. Denn der Milchzucker hat Eigenschaften, die sich die Lebensmittelindustrie gerne zu eigen macht. Laktose bindet Wasser, erhöht das Volumen und ist ein guter und billiger Geschmacksträger. Trotzdem können Menschen mit Laktoseintoleranz das Weihnachtsfest in vollen Zügen genießen, erklärt Zechmann: „Natürlich gibt es die Möglichkeit, die Zutatenliste auf den Packungen genau zu studieren und gegebenenfalls ein Enzympräparat einzunehmen. Wer aber selber kocht, ist auf der sicheren Seite.“

Auch wenn man das einzige Familienmitglied mit Laktoseintoleranz sein sollte, ist es längst kein Problem mehr, das Weihnachtsmenü ohne Milchprodukte zu kochen. Notfalls hilft diese kleine Argumentationshilfe vom Ernährungsbiologen: Jesus war zu 80 Prozent Wahrscheinlichkeit laktoseintolerant, so wie die heutigen Generationen im Mittelmeerraum des Nahen Ostens. Zu Jesus‘ Lebzeiten wurde viel Getreide, zum Beispiel in Form von Fladenbrot und sehr wenig Milch konsumiert. Diese wurde als Sauermilch, Käse, Joghurt oder Butter verwendet. Das sind Verarbeitungsarten, die durch natürliche Prozesse von Laktose befreien“.

Das laktosefreie Weihnachtsmenü

Renée Hanslik-Bakalarz-Zákos, Gründerin der Rezeptdatenbank mitohnekochen.com, stellt ihr laktosefreies, von der Küche Jesus‘ Heimat inspiriertes Weihnachtsmenü zur Verfügung. Nach einer wärmenden Karotten-Ingwer Suppe empfiehlt sie Putenkeulen mit Gemüse. Zu beiden Gängen wird frisches Fladenbrot gereicht. Als Nachspeise werden die Gäste von den dekorativen Tannenbäumchen begeistert sein. Lässt man das Fladenbrot weg, ist dieses Weihnachtsmenü sogar glutenfrei.

Karotten-Ingwersuppe (für 4-6 Personen):

Karotten Ingwersuppe c mitohnekochen com 350Zutaten:

  • 500 g Karotten
  • 1 große Kartoffel
  • 750 ml pflanzliche Gemüsebrühe
  • ca. 2 cm frischen Ingwer
  • 100 ml Sojaobers/Haferobers
  • 6 Esslöffel weiße Sesamkörner
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1. Karotten und Kartoffel schälen, klein schneiden und in der Gemüsesuppe weichkochen.
2. Mit einem elektrischen Küchenstab pürieren.
3. Geriebenen Ingwer und Sojacreme/Haferobers zugeben und bei Bedarf noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken.
4. Sesamkörner in einer Pfanne ohne Öl rösten.
5. Die Suppe mit einigen Tropfen Obers garnieren und mit gerösteten Sesamkörner bestreuen.

Fladenbrot „Chapatis“ (8 Stück):

Zutaten:

  • 110 g Weizenmehl
  • 250 g Weizenvollkornmehl
  • 1 Esslöffel frischer, fein gehackter Rosmarin
  • 2,5 gehäufte Teelöffel Salz
  • 150 – 180 ml Wasser

Zubereitung:

1. Mehl mit kaltem Wasser, Rosmarin und Salz zu einem festen, elastischen Teig kneten.
2. Zugedeckt 2 Stunden rasten lassen.
3. Den Teig in 8 Stücke teilen und zu Kugeln formen.
4. Diese Kugeln mit dem Nudelholz zu dünnen Fladen ausrollen.
5. Die Fladen in einer beschichteten Pfanne ohne Fett braten (mittlere-heiße Temperatur) bis sie aufgehen und eine braune Farbe bekommen.

Putenunterkeule mit Gemüse (für 4 Personen):

Putenunterkeule mit Karotten Rosmarin c mitohnekochen com 350Zutaten:

  • 1 kg Karotten
  • 1 Stange Lauch (ca. 500 g)
  • Salz
  • 2 frische Truthahnunterkeulen
  • Pfeffer
  • ½ -1 Esslöffel frischer, gehackter Rosmarin
  • 1-2 gehäufte Esslöffel Schweineschmalz
  • 250 ml Rotwein

Zubereitung:

1. Karotten schälen und die Enden abschneiden - dicke Karotten eventuell der Länge nach halbieren.
2. Lauch in dicke Scheiben schneiden.
3. Eine ofenfeste Form nehmen, das Gemüse darin schichten und salzen.
4. Putenkeulen kalt waschen, gut salzen, pfeffern, rundherum mit Rosmarin einreiben und auf das Gemüse legen.
5. Schmalz zum Gemüse geben.
6. Mit Rotwein oder Gemüsesuppe übergießen und für ca. 1 Stunde bei 180°C im Backrohr braten.
Zwischendurch immer wieder mit dem entstandenen Sud übergießen – bei Bedarf noch etwas Wasser zugießen.

Tannenbäumchen (für ca. 10 -12 Stück):

Weihnachtsbaumchen glas c mitohnekochen com 350Zutaten:

  • 3 Hühnereier
  • 100 g fein gemahlene Mandeln
  • 30 g Bitterkakao
  • 30 g Reismehl
  • 80 g Alsana (vegane Margarine)
  • 1 Teelöffel Weinsteinbackpulver
  • 100 g Zucker
  • 1 Prise Salz

Für die Deko:

  • Ca. 80-100 g fein gehackte Kürbiskerne oder Pistazien zum Wälzen der Bäumchen
  • Große Zuckerperlen

Für die dunkle Glasur:

  • 100 g Bitterschokolade 70%
  • 2 Esslöffel Kokosfett

Für die weiße Glasur:

  • Staubzucker mit Zitronensaft zu cremiger Glasur rühren
  • Kokosraspeln
  • 100 g weiße, laktosefreie Schokolade (z.B. von Frankonia), 1-2 Esslöffel Kokosfett

Zubereitung:

Backofen auf 170°C Umluft vorheizen.
1. Aus Backpapier kleine Tütchen formen: Einen Bogen Backpapier vierteln und jedes Viertel diagonal zu einem Dreieck halbieren. Nun zu einem Stanitzel drehen, indem man die spitzen Enden zur Mitte der längsten Seite dreht. Mit einem kleinen Tacker festzwicken. Darauf achten, dass die Spitze des kleinen Tütchens auch wirklich zu und dicht ist, damit keine Kuchenmasse auslaufen kann.
2. Nun die Kuchenmasse zubereiten:
Die Eidotter, zimmerweiche Margarine, Zucker, geriebene Mandeln, Bitterkakao, Reismehl und Backpulver mit dem Handmixer zu einem weichen Teig rühren.
Eiklar zu Schnee schlagen und unterheben.
Weihnachtsbaumchen in Tuete c mitohnekochen com 350Diese Schokomasse in einen Spritzsack füllen und die kleinen Tütchen bis knapp 1cm unter den Rand befüllen. (Natürlich gelingt das Befüllen auch mit einem kleinen Löffel).
Alle Tütchen in je eine Keramiktasse stellen (sie sollte Hitze aushalten können) und im vorgeheizten Backofen ca. 25-30 Minuten backen (Nadelprobe machen).
Nach der Nadelprobe aus dem Ofen nehmen und gut abkühlen lassen.
Die Kegel aus dem Backpapier wickeln, und den Boden der Schokoladekegel begradigen, damit sie gut und gerade stehen können.
3. Dunkle Glasur zubereiten:
Bitterschokolade mit 2 Esslöffel Kokosöl über Wasserdampf schmelzen und die Bäumchen dünn mit der Glasur überziehen.
Gleich anschließend in gehackten Kürbiskernen/Pistazien wälzen und kalt stellen.
Tipp: Die Kegel zum leichteren Glasieren und Wälzen auf einen Schaschlikspieß stecken.
Wenn die Glasur komplett festgeworden ist, kann man mit dem nächsten Schritt, dem „Schnee“ und dem Behängen mit „Christbaumkugeln“ beginnen:
Für den Schnee, weiße Schokolade mit etwas Kokosfett (ca. 1 Esslöffel) schmelzen. Den Boden der Bäumchen in die Glasur tauchen und die Baumspitze damit beträufeln. Ein wenig leichter wird es, wenn man die Glasur erst auf die Spitze aufträgt, wenn sie nicht mehr zu flüssig ist - sie rinnt sonst zu leicht komplett über den Baum.
Wieder abkühlen und festwerden lassen.
Alternativ zur weißen Glasur: Den unteren Rand und Boden der Bäumchen nochmals dünn mit Schokoladeglasur bestreichen und in Kokosstreusel tauchen (auch das sieht hübsch nach „Schnee“ aus). Die Baumspitzen mit Zucker-Zitronenglasur überziehen.
Zuletzt die Kugeln auf den Baum setzen: Zuckerkügelchen mit einer Pinzette in Glasur tauchen und auf die Bäumchen kleben.

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