Die Schilddrüse (lat. Glandula thyr(e)oidea) ist eine wichtige Hormondrüse und gehört zu den endokrinen Drüsen. Sie befindet sich bei Säugetieren am Hals unterhalb des Kehlkopfes vor der Luftröhre. Beim Menschen hat sie die Form eines Schmetterlings.
Die von der Schilddrüse gebildeten Hormone sind Triiodthyronin (T3) und Thyroxin (T4). Sie werden von den Follikelepithelzellen gebildet, welche dabei auf eine ausreichende Zufuhr von Jod über die Nahrung angewiesen sind. Die Follikelepithelzellen bilden zunächst Thyreoglobulin und geben es in die Follikelhöhle ab. Weiterhin schleusen sie Jod und ein Enzym in das Follikelinnere. Letzteres sorgt für die Jodierung der Tyrosinanteile des Thyroglobulins. Das so entstandene Thyroxin und Triiodthyronin sind die eigentlichen Schilddrüsenhormone.
Die Funktion der Schilddrüse wird durch das Hormon TSH (Thyreoidea stimulierendes Hormon) aus der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) gesteuert. In Abhängigkeit vom TSH-Spiegel werden T3 und T4 vom Epithel aus den Follikeln aufgenommen und in das Blut abgegeben. Sie wirken in nahezu allen Körperzellen und regen dort den Energiestoffwechsel an. Ihre Wirkung besteht unter anderem in einer Erhöhung des Pulses und des Blutdrucks, oder einem Anstieg der Körpertemperatur. Außerdem sind sie für das Wachstum sehr wichtig. Kaulquappen die nicht ausreichend dieser Hormone produzieren verbleiben beispielsweise im Larvenstadium (Neotenie).
Nicht zu unterschätzen ist die Wirkung auf die Psyche. So kann es bei einer Unterfunktion zu depressiven Zuständen kommen.
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Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 16 Januar 2008 )