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Fruktoseintoleranz: Sorbit, Xylit, Mannit, ... Was ist das eigentlich?

 

Diese Stoffe sollten vermieden werden:

  • Sorbit (E420, Sorbitol)
  • Xylit (E967, Xylitol, Pentanpentol)
  • Mannit (E421, Mannitol)
  • Isomalt (E953)
  • Maltit (E965, Maltitol, Maltitol-Sirup)

Warum werden diese Stoffe in der Lebensmittelindustrie eingesetzt?

Diese sogenannten Zuckeraustauschstoffe werden verwendet, um Lebensmittel zu süßen und um die Feuchtigkeit in Lebensmitteln zu halten. Da diese Stoffe im Körper den Blutzuckerspiegel nicht ansteigen lassen, werden sie gerne in Light- und Diabetikerprodukten eingesetzt. In großen Mengen genossen, führen sie auch beim "normalen" Menschen zu Durchfällen.

Die meisten dieser Stoffe sind keine Erfindung des Menschen, sie kommen sehr wohl auch in der Natur vor.

Sorbit ist zum Beispiel in der Frucht der Ebersche (=Vogelbeere), in Äpfeln, Pflaumen oder Rosinen enthalten.

Mannit kommt in Feigen und einigen Meeresalgen in hohen Konzentrationen vor.

Xylit findet sich in der Rinde der Birke, aber auch in Nahrungsmitteln wie Pflaumen. Xylit wird gerne für Kaugummis und Bon-Bons verwendet weil es eine hohe Süßkraft auf der einen Seite, auf der anderen Seite aber einen kühlenden Effekt auf der Zunge generiert - ähnlich dem Menthol - und ausserdem kariesverhindernd wirkt.

Warum diese Stoffe meiden?

In aller Kürze erklärt: Diese Stoffe blockieren den Transporter, der die Fruktosedurch die Darmwand transportiert. Da bei Menschen mit Fruktosemalabsorption dieser Transporter gestört ist bzw. nur schlecht arbeitet, sollte jedeweitere Störung dieses Transportmechanismus unterlassen werden. Nimmt also ein Mensch mit Fruktosemalabsorption nur Sorbit zu sich, aber gleichzeitig (bis zu 48h!) keine Fruktose, so gibt es theorethisch keine Probleme. Diese entstehen erst bei gleichzeitiger Einnahme von Fruktose. Da dies aber in der Praxis nicht vermieden werden kann, sollte man auf diese Stoffe so gut wie möglich verzichten. Aber auch hier gilt: Jeder muss für sich selbst herausfinden wieviel er verträgt und wieviel nicht.

Zum Schluß noch ein Hinweis aus der Rubrik "Gerüchte"

Gerücht: Sorbit, Xylit, ...in Zahnpasta und Mundspülungen soll man meiden!
Antwort
: Nein. Das stimmt nicht!
Die Probleme machen diese Stoffe, sobald sie im Darm angelangt sind. Und wenn man nicht vor hat seine Zahnpasta zu essen, so braucht man sich keine Sorgen zu machen! Im Gegenteil, durch die karieshemmende Wirkung von Xylit sind solche Pasten sogar sehr empfehlenswert!

 

» 1 Kommentar
1Kommentar von MaryBee am Sonntag, 16 November 2008 19:58
Im Gegensatz z. B. zu Sorbit oder Maltit vertrage ich Xylit in Kaugummis und Bonbons sehr gut und habe gelesen, dass es anderen auch so geht. Meine Ernährungsberaterin hat mir nun gesagt, dass ich diese dann auch ruhig verzehren könne/solle (natürlich nicht masslos, aber schon täglich einige wenige, bislang hats mir nicht geschadet).
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Letzte Aktualisierung ( Montag, 03 November 2008 )
 
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