Fruktoseintoleranz ist eigentlich etwas anderes als die Fruktosemalabsorption!
Bei der hereditären Fruktoseintoleranz handelt es sich um eine erbliche Krankheit, die durch einen angeborenen Mangel des Enzyms Fruktose-1-Phosphat-Aldolase gekennzeichnet ist. Sie kommt nur etwa mit einer Häufigkeit von 1:130.000 vor und führt zu Leberschädigungen, Nierenschädigungen und Hypoglykämien. Die Fruktose wird hier ohne Probleme über ein Transportsystem im Darm in in den Körper aufgenommen, kann dann aber nicht richtig in der Leber abgebaut werden.
Die intestinale Fruktoseintoleranz = Fruktosemalabsorption = Fruktoseunverträglichkeit ) hingegen ist eine erworbene Krankheit, die auf ein defektes Transportsystem im Dünndarm zurück zu führen ist, d.h. die Fruktose kann nicht ausreichend resorbiert werden. Hat sie es aber in den Körper geschafft, kann sie hier ohne Probleme abgebaut werden.
Der Begriff "Fruktoseintoleranz" wird in der Öffentlichkeit nahezu ausschließlich die intestinale Fruktoseintoleranz (= Fruktosemalabsorption) verwendet und daher wird dieser Begriff auch hier am NMI-Portal verwendet! Gemeint ist jedoch nie (ausser ausdrücklich erwähnt) die hereditäre Fruktoseintoleranz! Diese Begriff-Vermixung führt immer wieder zu Verwirrungen!
Wie funktioniert die Fruktoseunverträglichkeit
Die Monosaccharide werden mit Hilfe der 7 GLUT-Transporter im Darm resorbiert. Für die Fruktose ist der GLUT-5-Transporter zuständig. Er bringt den Fruchtzucker vom Darmlumen in die Dünndarmzelle. Dieser Transporter reagiert aber auch auf andere Stoffe. Einige Zuckeralkohole wie Sorbit blockieren ihn, während Traubenzucker seine Aktivität stimuliert. Jedes Molekül Traubenzucker ermöglicht einem Molekül Fruchtzucker die Resorption. Deshalb sollten Menschen mit Fruktosemalabsorption auf Sorbit, Xylit, Mannit, Isomalt, etc. verzichten und Traubenzucker essen, falls sie viel Fruktose zu sich nehmen müssen.
Warum manche Menschen eine Fruktosemalabsorption entwickeln ist noch nicht geklärt!
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