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Ob die Fruktoseunverträglichkeit mit dem sogenannten NASH Syndrom (non-alcoholic Steatohepatitis; dt.: Fettleberentzündung) verbunden ist, darüber wird noch heftig diskutiert. Es gibt derzeit noch wenige Studien am Menschen, die einen Zusammenhang beweisen, jedoch einige die diesen Zusammenhang als wahrscheinlich erachten (2). Tatsächlich nachgewiesen hat man den Zusammenhang zwischen überhöhter Fruktosefütterung und Fettleber schon im Tierversuch (Ratten).
Fakt ist auch, dass viele Personen mit Fructoseintoleranz (Malabsoption) an einer Fettleber leiden. Dies kann viele Gründe haben. Ob ein direkter Zusammenhang besteht, wird sicher in den kommenden Jahren erforscht werden. Mögliche andere Ursachen sind der psychische Stress dem die Patienten ausgesetzt sind. Hier ist vor allem die soziale Isolation zu erwähnen, in die ein Patient mit unerkannter Fruktosemalabsorption gerät. Auf Grund der Durchfälle und der dauernden Übelkeit ziehen sich die Patienten immer mehr aus dem sozialen Leben zurück, planen Ihre Freizeit mehr nach verfügbaren Toiletten als nach Spass.
Depressionen und Fruktoseunverträglichkeit
Die Fruktosemalabsorption geht mit einer Resorptionsstörung der Aminosäure Tryptophan einher, d.h. es wird zu wenig Tryptophan aus der Nahrung aufgenommen. Das Tryptophan wird im Körper zum Glückshormon Serotonin umgewandelt. Fehlt das Tryptophan, kann kein Serotonin gebildet werden. Dieser Umstand scheint wichtig, wenn man die kürzlich veröffentlichten Ergebnisse betrachtet, nach denen Serotonin wichtig ist für die Heilung von Leberzellen (1).
Siehe dazu den NMI-Artikel: Fruktoseintoleranz und Depression
Hat man also die Diagnose Fruktosemalabsorption bekommen, so schadet es auf jeden Fall nicht, die Leberwerte kontrollieren zu lassen!
Einige weiterführende Links zum Thema Lebererkrankungen findest Du in unsereren Weblinks.
Quellen:
(1) Lesurtel M., Graf R., Aleil B., et al, Platelet-Derived Serotonin Mediates Liver Regeneration, Science, 7.April 2006
(2) Ledochowski M, Widner B, Bair H, Probst T, Fuchs D.; Fructose- and sorbitol-reduced diet improves mood and gastrointestinal disturbances in fructose malabsorbers.; Scand J Gastroenterol. 2000 Oct;35(10):1048-52.
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