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Schimmelpilz: Ursache für Asthma-Erkrankungen bei Kindern |
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Studie belegt Zusammenhang zwischen Asthma und feuchten Wohnungen
Essen (pte/06.03.2007/12:00) - Feuchte und von Schimmelpilz befallene Wohnungen können bei Kindern Asthma verursachen. Das ist das Ergebnis einer Studie finnischer Wissenschaftler, die in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "European Respiratory Journal " erschienen ist. Asthma ist unter Schulkindern eine der am meisten verbreiteten chronischen Krankheiten, die in den vergangenen Jahren in den Entwicklungsländern stark zugenommen haben.
Für ihre Studie untersuchten die Wissenschaftler die Wohnräume von mehr
als 300 Kindern. Davon waren 121 Kinder an chronischem Asthma erkrankt,
241 Kinder waren nicht betroffen. Die Forscher machten ausführliche
Interviews mit den Studienteilnehmern und führten Allergietests durch,
um eventuelle allergische Auslöser auszuschließen. Darüber hinaus
wurden die Wohnungen von einem Experten untersucht. Das Ergebnis der
Forscher: Je stärker die Asthmaerkrankung, desto feuchter waren die
untersuchten Wohnungen. Insgesamt traten Feuchtigkeit und
Schimmelbefall in Wohnungen von Kindern mit Asthma zwei- bis dreimal so
häufig auf.
"Feuchtigkeit in Wohnungen kann eine bestehende Asthma-Erkrankung nicht
nur verstärken", sagt Studienleiter Juha Pekkanen vom National Public
Health Institute. "Es kann auch zur Entstehung von chronischem Asthma
beitragen." Bei der Behandlung sollten Ärzte diesen Zusammenhang
deshalb beachten.
"Tatsächlich scheint die Studie den schon oft geäußerten Verdacht zu
bestätigen, dass Schimmelpilzbefall bei Menschen mit entsprechender
genetischer Veranlagung häufiger zu einer Asthmaerkrankung führen
kann", sagt Peter C. Bauer von der Ruhrlandklinik Essen
http://www.ruhrlandklinik.de/ im pressetext-Interview. An der Studie
der finnischen Wissenschaftler seien im Vergleich zu anderen Arbeiten
zwei Aspekte hervorzuheben. "Erstens wurden die Wohnungen durch einen
ausgebildeten Fachmann untersucht, was einen einheitlichen und hohen
Bewertungsstandard nahe legt", so Bauer. "Und zweitens wurden die
Wohnungen in verschiedene Wohnbereiche aufgeteilt, in der sich die
Kinder mehr oder weniger aufhalten." Für eine abschließende Bestätigung
des Asthma-Verdachts durch Schimmelpilz bei Kindern sei es dennoch zu
früh. "Die Vermutung liegt nah, doch müssen die Ergebnisse nun durch
Arbeiten mit ähnlich hohem Standard reproduziert werden", sagt Bauer.
"Die Vorgehensweise weist jedoch in die richtige Richtung."
Quelle: pressetext
pte070306025
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