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Greenpeace warnt vor akut giftigen Pestiziden in Trauben und Salat |
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 Bereits bei einmaligem Verzehr hoher Pestizidkonzentrationen auf Obst und Gemüse besteht Gesundheitsgefahr für Kinder Wien (OTS) - Hamburg - In österreichischen Supermärkten erhältliches Obst und Gemüse weist gefährlich hohe Konzentrationen an akut giftigen Pestiziden auf. Zu diesem Ergebnis kommen aktuelle Untersuchungen von Greenpeace. "Für Kinder besteht schon bei einmaligem Verzehr dieser Lebensmittel die Gefahr von unmittelbaren Gesundheitsschäden", warnt Greenpeace-Chemiker Herwig Schuster. Von den untersuchten 576 Obst- und Gemüseproben aus dem Angebot der führenden deutschen Supermärkte und einer österreichischen Supermarkt-Kette überschreiten zwei Prozent - das entspricht zwölf Proben - die so genannte 'Akute Referenzdosis'. Von diesen zwölf Proben wurden drei - nämlich ein Kopfsalat und zwei Traubensorten - bei Billa in Österreich gekauft.
Bei Tafeltrauben aus konventionellem Anbau liegen sogar neun Prozent -
sieben von 80 Proben - über diesem Alarm-Wert. "Der Verkauf derartig
belasteter Ware ist ein schwerer Verstoß gegen das Lebensmittelgesetz",
sagt Greenpeace-Chemieexperte Herwig Schuster. "Isst ein zwölf
Kilogramm schweres Kind nur zehn einzelne Beeren dieser stark
belasteten Trauben, könnte dies schon seine Gesundheit schädigen."
Greenpeace fordert von Unternehmen und Lebensmittelbehörden wirksame
Kontrollen und sofortige Schutzmaßnahmen, um den Verkauf der
gefährlichen Lebensmittel zu unterbinden. "Konsumenten sollten
unbedingt auf rückstandsarme Ware achten. Die beste Wahl sind
Bio-Lebensmittel, die in der Regel nicht belastet sind", erklärt
Schuster. Die Pestizidbelastung der konventionell angebauten Ware aus
Spanien, Italien und der Türkei übersteigt die Akute Referenzdosis
(ARfD) bis zum Zweieinhalbfachen.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das deutsche
Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) legen den ARfD-Wert fest. Nach
einer Stellungnahme des BfR von November 2005 "ist die Überschreitung
der ARfD ein konkretes Indiz für eine mögliche Beeinträchtigung der
menschlichen Gesundheit. (...) eine Überschreitung der ARfD (ist) aus
Sicht des gesundheitlichen Verbraucherschutzes nicht akzeptabel."
Autor:
Greenpeace CEE
Mag. Britta Schwarz, Pressesprecherin
DI Herwig Schuster, Greenpeace-Chemiker
OTS0038 2007-01-12/09:37 | 120937 Jän 07
OTS0038 5 CI 0295 GRP0001 WI
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Letzte Aktualisierung ( Freitag, 12 Januar 2007 )
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