|
Kot von Hausstaubmilben schädigt Abwehrkraft der Haut |
|
|
Allergene und Reizstoffe gelangen leichter in den Körper
 Hausstaubmilbe (Dermatophagoides farinae) Bild: Wikipedia.de Tokyo (pte/29.09.2006/09:25) - Die Fäkalien, die durch Hausstaubmilben auf unsere Haut gelangen, können die Haut durchlässiger für verschiedene Arten von Allergenen und Reizstoffe machen. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der Juntendo University School of Medicine mit Mäusen gekommen. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Verringerung des frühen Kontaktes mit den winzigen Plagegeistern helfen könnte zu verhindern, dass Erkrankungen wie Ekzeme, Nasenschleimhautentzündungen und Asthma bei Menschen mit einer entsprechenden genetischen Veranlagung auftreten. Hausstaubmilben gehören zu den häufigsten Ursachen für Asthma. Sie leben im Bettzeug und in Teppichen und ernähren sich von den 350 bis 400 Gramm Haut, die jeder Mensch jährlich verliert. Die Ergebnisse der Studie wurden in dem Fachmagazin Journal of Investigative Dermatology veröffentlicht.
Die Milben selbst scheiden als Darmenzyme die Proteine Der f1 und Der
p1 aus. Diese Enzyme dienen dazu die Hautzellen abzubauen, von denen
sich die Tiere ernähren. Diese Moleküle können bei manchen Menschen zu
starken allergischen Reaktionen führen. Frühere Studien haben laut New
Scientist nachgewiesen, dass diese Enzyme die Atemwege anfälliger für
andere Allergene wie jene von Katzen oder Hunden machen. Das Team um
Toshiro Takai wollte erforschen, ob eine ähnliche Wirkung auch bei der
Haut auftritt. Haarlos gezüchteten Mäusen wurden am Rücken Proben von
Der f1 und einer vergleichbaren Lösung ohne dieses Protein aufgetragen.
Nach einer Woche wies die Haut der Tiere Stellen auf, die mehr
dehydriert waren und mehr Riboflavin aufsaugten. Dieses Vitamin wird
standardmäßig eingesetzt, um die Durchlässigkeit der Haut für Allergene
und Reizstoffe zu testen. "Der wiederholte Kontakt mit Hausstaubmilben
und ihren Fäkalien kann die lokale Barrierefunktion der Haut zerstören
und ermöglicht so Allergenen und Reizstoffen ein leichtes Eindringen."
Die Entzündung, das Jucken und die trockene Haut, die für eine Allergie
gegen Hausstaubmilben charakteristisch ist, werden zunächst durch die
Proteine ausgelöst, die Hautschuppen abbauen.
»
Keine Kommentare
Es gibt bisher noch keine Kommentare.
» Kommentar schreiben
Nur registrierte Benutzer können Kommentare schreiben. Bitte melde dich an oder registriere dich.
|
|
Letzte Aktualisierung ( Freitag, 29 September 2006 )
|