"Konsument" analysiert Gläschenkost: Nicht zu früh starten.
Wien (OTS) - In den ersten sechs Monaten steht bei Babys Muttermilch
oder Säuglings-anfangsnahrung am Speiseplan. Ab dem zweiten
Lebenshalbjahr sollten Eltern diesen dann langsam erweitern und nach
und nach die Milch durch Breimahlzeiten ersetzen. Das Testmagazin
"Konsument" hat knapp hundert Gemüsebreie, Komplettmenüs und
Fleischzubereitungen - laut Hersteller für Babys ab dem fünften Monat
geeignet - untersucht und anhand der Zutatenliste beurteilt. Fazit: Die
meisten Gemüsebreie sind in Ordnung. Aber: Nur drei Komplettmenüs
entsprechen den Anforderungen an eine gesunde Babykost.
Drei Viertel aller untersuchten Gemüsebreie waren tadellos in Ordnung, die Zutatenliste enthielt weder zu viel noch für Babys Ungeeignetes. Bei den Komplettmenüs - ein Mix aus Gemüse, Kartoffeln/Reis und Fleisch - hagelt’s allerdings Kritik: Nur drei der insgesamt 28 Gläschen entsprechen den Empfehlungen des Forschungsinstituts für Kinderernährung, und zwar "Alnatura Karotten mit Kartoffeln und Rindfleisch", "Alnatura Kürbis mit Reis und Huhn" und "Sunval Kürbis mit Reis und Huhn". Alle anderen enthalten entweder für den Nachwuchs nicht empfehlenswerte oder unnötig viele Zutaten. "Weniger ist bei Babykost auf alle Fälle mehr: Je einfacher ein Brei, je weniger Zutaten, desto besser. Salz, Gewürze oder Zucker sind überhaupt unnötig", erklärt "Konsument"-Ernährungswissenschafterin Birgit Beck.
Gläschenkost ist zwar praktisch, hat aber ihren Preis: Für ein 190-Gramm-Gemüsegläschen müssen Eltern zwischen 55 Cent und 1,49 Euro auslegen. Komplettmenüs kommen noch teurer: Sie kosten zwischen 85 Cent und 1,59 Euro. Der Markenname alleine sagt wenig über die Babykost aus dem Glas aus. Die meisten empfehlenswerten Produkte bei den Gemüse- und Menügläschen gibt’s von "Alnatura", "Sunval" und "Holle".
"Konsument"-Tipps:
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Angebrochene Gläschen im Kühlschrank aufbewahren und am nächsten Tag verbrauchen.
- Brei - auch selbst gekochter - darf nur einmal erwärmt werden.
- Eine Mahlzeit sollte acht bis zehn Gramm Fett liefern.
- Nährwertkennzeichnung genau lesen und gegebenenfalls mit Öl anreichern (ein Teelöffel Öl entspricht vier Gramm).
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Letzte Aktualisierung ( Montag, 28 August 2006 )
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