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MP3-Player schaden der Gesundheit Drucken E-Mail
Nachgekaufte Kopfhörer verstärken das Problem

Zürich (pte/21.08.2006/06:15) - Messungen haben ergeben, dass Mp3-Geräte den EU-weit festgelegten maximalen Lautstärkepegel von hundert Dezibel teilweise stark überschreiten. Die von der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt Suva durchgeführte Studie förderte besorgniserregende Ergebnisse zutage. Demnach wurden mit Original-Ohrhörern und bei maximaler Lautstärkeeinstellung Dauerschallpegel von bis zu 103 Dezibel gemessen. Der in der gesamten EU erlaubte Maximalpegel liegt allerdings bei 100 Dezibel.

"Dies entspricht dem Schallpegel einer Motorkettensäge und darf dem Gehör wöchentlich nur während einer Stunde zugemutet werden, wenn man nicht einen bleibenden Hörverlust oder Tinnitus hinnehmen will", erläutert Beat Hohmann, Experte für Gehörschäden bei der Suva, gegenüber der Sonntagszeitung . Da ist es nicht verwunderlich, dass Hörschäden durch Mp3-Player stark im Steigen begriffen sind und immer jüngere Leute auf die Dienste von Hörgeräteakustikern zurückgreifen müssen.

Besonders riskant für das Gehör ist es, wenn nicht die mitgelieferten Ohrhöhrer verwendet werden, sondern nachgerüstet wird, denn besonders dann kommt es leicht zu einer Überschreitung der erlaubten Dezibel-Grenze. In diesem Fall können Dauerschallpegel von 109 dB und Maximalpegel von bis zu 116 dB erreicht werden. Normalerweise würden Verzerrungen die Benutzer dazu bringen, die Lautstärke zurückzuschrauben, doch mit den zusätzlich gekauften Kopfhörern sei der Sound kaum verzerrt, wie die Studie herausfand.

Regelmäßiger Musikkonsum in dieser Lautstärke kann dazu führen, dass bereits im Alter von 40 bis 50 Jahren Taubheit eintritt. Der iPod-Hersteller Apple hat bereits auf das Problem reagiert und stellt ein Software-Update zur Verfügung, das ermöglicht, die Maximallautstärke selbst festzulegen. Dadurch können zum Beispiel Eltern einen Wert fixieren, den ihre Kinder nicht selber ändern können. In Frankreich hatte Apple seine beliebten Mp3-Player kurzzeitig vom Markt nehmen müssen, um sie an die europäischen Dezibel-Grenzwerte anzupassen. In den USA können iPods bis zu 115 Dezibel erreichen.

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