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"Konsument"-Test zeigt: Essfertige Salate werden
meist unzureichend gelagert.
Wien (OTS) - Verpackte Salate erfreuen sich zunehmender Beliebtheit.
Kein Wunder, denn sie sind schnell zubereitet und liefern viele Vitamine. Doch
essfertige Salate sind auch ein idealer Nährboden für Keime. Die Zeitschrift
"Konsument" hat 15 fertig verpackte Salate unter die Lupe genommen.
Das unappetitliche Testergebnis: Nur fünf Produkte sind mikrobiologisch
wirklich einwandfrei. In den meisten Geschäften werden verpackte Salate nur unzureichend
gelagert, in manchen sogar ungekühlt. Und: Verpackt ist nicht gleich verpackt.
Um lange frisch und knackig zu bleiben, sind für Salate Lagertemperaturen
von zwei bis vier Grad ideal, sechs Grad sind gerade noch akzeptabel. Doch
daran halten sich die wenigsten: "Nur in fünf von fünfzehn Supermärkten
waren die Salate wirklich gut gekühlt gelagert", kritisiert der für Untersuchungen
und Publikationen zuständige Geschäftsführer im Verein für
Konsumenteninformation, Franz Floss. In zwei Filialen war die Lagertemperatur
deutlich überschritten, auf einer Packung fehlte der Hinweis darauf überhaupt -
der Salat wurde bei 10,5 Grad gelagert.
Drei Salate schafften wegen ihres "dumpfen, süßlichen
Geruches" und dem "unansehnlichen Aussehen" nicht einmal die
erste Hürde im Test, die rein äußerliche Begutachtung. Im Gesamtergebnis
erreicht nur knapp die Hälfte ein "sehr gutes" bzw. "gutes"
Resultat. Bester im Test: Der Pflücksalat von "LGV". Die untersuchten
Fertigsalate aus biologischer Landwirtschaft konnten wegen ihrer Keimbelastung
nicht punkten. "Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte auch als "essfertig"
deklarierte Salate vor dem Anrichten gründlich waschen. Damit werden vorhandene
bedenkliche Keime großteils entfernt", rät Floss. Säuern mit Essig oder
Zitrone tötet Keime ebenfalls ab.
Hohe Nitratwerte wiesen der Vogerlsalat von "Spar"
sowie Rucola von "Vitana" auf. Listerien, die besonders für
Schwangere und für Menschen mit geschwächtem Immunsystem gefährlich sein
können, wurden in keiner Salatprobe in relevanter Menge gefunden. Wer zum
essfertigen Salat greift, muss deutlich mehr als für offen angebotene
Saisonware zahlen - zwischen 43 Cent und 2,39 Euro pro hundert Gramm kosten die
Fertigprodukte.
Dass verpackt nicht gleich verpackt ist, stellten die "Konsument"-Tester
beim Einkaufen verwundert fest. Bei Salaten, die nicht verarbeitet, sondern nur
verpackt werden - wie etwa Rucola - ist die Angabe der Mindesthaltbarkeit oder
des Abpackdatums nicht notwendig. Auch der Hinweis "zum sofortigen
Verzehr" muss nicht angegeben sein. "Für Konsumenten ist damit aber
nie nachvollziehbar, wie lange der Salat schon im Geschäft liegt",
kritisiert Floss die verbraucherunfreundliche Vorgehensweise.
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